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Sonntagskirche | 03.12.2017 | 08:55 Uhr

Einfach mal was anders machen

Guten Morgen!

„Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht.

Sondern weil wir es nicht wagen, ist es so schwer.“,

sagte schon Seneca. (2)

Wie wäre es,

in der diesjährigen Adventszeit,

etwas anders zu machen als bisher?

Nicht mit viel Tamtam,

eher leise.

So wie wir Sonntag für Sonntag

eine neue Kerze anzünden

am Adventskranz.

Etwas anders machen.

Zum Beispiel:

Weihnachtspost nicht erst kurz vor Heilig Abend schreiben.

Sondern jetzt schon, zu Beginn der Adventszeit, in aller Ruhe.

Ist woanders, wie in England, übrigens eine gute alte Tradition.

Oder:

Wie wäre es mit einer Abwechslung zum Adventskaffee-Smalltalk-Einerlei?

Einander aus Tagebüchern und Terminkalendern vorlesen!

Wetten, dass Sie auf völlig neue Themen kommen?

Apropos Adventskaffee.

Wie wäre es damit, Ihre Freunde nicht zum fertigen Kaffeetrinken einzuladen,

sondern zum gemeinsamen Backen?

Alle kommen mit ihren Lieblingsrezepten und den jeweiligen Zutaten,

und dann backen sie sich miteinander querfeldein durch fremde Familientraditionen.

Aber vielleicht ist das alles kalter Kaffee für Sie.

Und für Sie wäre es eine Neuigkeit,

wenn Sie mal eine Tasse Tee trinken würden

und sonst gar nichts dabei tun.

Nur Sie und Ihre Tasse Tee.

Einfach mal nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen.

Oder:

Wenn Sie ein Gerücht nicht weitertragen.

Stattdessen eine gute Idee.

Oder:

Sie erklären jemandem die Liebe?

Oder:

Morgen früh gehen Sie mal auf einem anderen Weg zur Arbeit als sonst!

Und wo wir bei der nächsten Woche sind:

Wie wäre es mit ein paar Offline-Zeiten?

Können Sie gleich heute schon ausprobieren.

Stattdessen nur Sie, im Hier und Jetzt – und: vielleicht Gott?

Einfach mal beten?

Laut sprechend, schreibend, singend, weinend,

oder indem Sie einfach irgendetwas tun:

Ihrem Nachbarn vorsichtig das Autofenster freikratzen

oder der Schwester die Kinder hüten - also beten ganz ohne Worte?

Der Priester und Professor Henri Nouwen

gab einst seine akademische Karriere auf:

raus aus den Elite-Universitäten Harvard und Yale,

rein in die „Arche“-Bewegung.

Dort lebte er fortan mit Menschen zusammen,

deren Leben von einer Behinderung gezeichnet ist.

„Stellen wir uns vor“,

sagte dieser Henri Nouwen einst,

„wir würden durch das (...) Jahr gehen

und ständig eine Stimme hören,

die uns sagt:

`Ich habe ein Geschenk für dich

Und kann es kaum erwarten,

dass du es zu sehen bekommst.`

Stellen wir uns das einmal vor!“ (3)

Einen ersten Advent voll solcher guter Vorstellungen

und fröhlicher Neuigkeiten, den wünsche ich Ihnen.

Quellenangaben:

(1)Stephanie Brall, in Anlehnung an: Lichtungen – Advent 2017, Tu etwas Neues, adeo-Verlag.

(2)http://www.zitate-online.de/literaturzitate/allgemein/1121/nicht-weil-es-schwer-ist-wagen-wir-es-nicht.html

(3)Henri J.M. Nouwen, „Stellen wir uns vor, wir würden durch das neue Jahr…‘‘, aus: Ders., Was mir am Herzen liegt. Meditationen - übersetzt von Franz Johna, © Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br. 2016, S. 14.

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