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Kirche in WDR 2 | 05.12.2017 | 05:55 Uhr

Leitkultur light

Wer eine Diskussion über „Leitkultur“ veranlasst, möchte unterscheiden. Er unterscheidet zwischen denen, die sich an bestimmte Werte, an eine bestimmte Kultur halten und denen, die sich nicht daran halten.

Ein merkwürdiges Phänomen ist allerdings, dass es Menschen gibt, die als Leitfiguren unserer Gesellschaft gelten, sich aber nicht an unsere Leitlinien halten. Gleichwohl genießen sie oft ein hohes gesellschaftliches Ansehen.

z.B. die Chefs großer Autofirmen. Sie bemühen sich, möglichst viele deutsche Autos zu verkaufen und vielen Menschen Arbeit zu geben. Um möglichst noch mehr Autos zu verkaufen, haben sie die Leitlinie, dass man sich an unsere Gesetze halten sollte, übersehen. Sicher in guter Absicht. Jetzt gibt es ja nicht so viele Chefs von Autofirmen. Wir könnten sie übersehen.

Nehmen wir aber z.B. Menschen, die sehr viel Geld besitzen. Verständlicher Weise wollen sie ihr Geld auf keinen Fall verlieren. Sie lassen sich beraten, wie sie ihr Geld am besten anlegen, und das Zahlen von Steuern vermeiden. Sie wollen nicht, dass ihre Steuern für Schulen, Pflegeheime, Integrationskurse oder Straßenbau eingesetzt werden.

Diese Menschen haben aus der „Leitkultur“ eine „Light-Kultur“. Sie sind bemüht, es sich „leicht“ zu machen. Dagegen ist erst mal nichts zu sagen. Es wäre nur gut, wenn diese „Leicht-Kultur“ für alle Menschen in unserer Gesellschaft gelten könnte: Alle dürften es sich „leicht“ machen! Also die, die viel Geld haben genauso wie die, die kein Geld besitzen, es aber dringend brauchen für ihre Kinder oder ihre pflegebedürftigen Eltern. Es wäre doch schön, wenn es den vielen Millionen Menschen leichter gemacht würde, die es echt schwer haben. Insofern bin ich auch für eine „Leichtkultur“ im Sinne von: Es sich und anderen leicht machen.

Wie erreichen wir das aber? Doch nur, wenn die, die viel Geld haben, Geld abgeben, also ihre Steuern zahlen. So nähern wir uns wieder unserem eigentlichen Leitbild einer Solidargemeinschaft an. Es entspricht dem programmatischen „Leitbild“ Jesu von Nazareth. Zu Beginn seiner Tätigkeit stellte er in der sog. Bergpredigt seine Vorstellungen von Gottes Welt vor. Danach sollen es alle leichter haben, die es schwer haben: die Armen, die Trauernden, die auf Gewalt verzichten, die ausgebeutet werden. Vor allem aber die, die sich für Frieden und für die Gerechtigkeit aller Menschen einsetzen.

Ich wünsche Ihnen einen leichten, beschwingten Tag!

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