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Kirche in WDR 5 | 19.12.2017 | 06:55 Uhr

Gruß

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Guten Morgen!

Der Rektor eines Theologischen Seminars hatte einen runden Geburtstag. Seine Studenten wollten ihm eine besondere Freude machen. Sie schrieben alle möglichen bekannten und berühmten Persönlichkeiten in der Bundesrepublik an und baten sie, dem Rektor zu seinem Geburtstag einen Gruß zu schicken. Der damalige Bundespräsident Karl Carstens, Bundeskanzler Helmut Schmidt, verschiedene Ministerpräsidenten wie Johannes Rau, berühmte Theologen wie Hans Küng und Eberhard Jüngel waren unter den angeschriebenen Persönlichkeiten.

Als dann der Geburtstag kam, brachte der Briefträger eine Menge Post. Viele hatten tatsächlich geschrieben. Die einen persönlich und ausführlich, andere kurz und knapp.

Der Rektor freute sich über die Idee seiner Studenten. Grüße sind mehr als nur Formsache – sie tun einfach gut.

Auch zu Weihnachten, dem Geburtstag Jesu Christi, gehört ein Gruß. Ein Gruß, der nicht aus dem Bundeskanzleramt und nicht aus irgendeinem Ministerium in Bonn oder Berlin zu mir ins Haus kommt. Dieser Gruß hat einen noch höheren Absender. Er steht im Lukasevangelium:

Sprecherin: Und der Engel Gabriel wurde von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, // zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann, aus dem Stamm Davids, // der hieß Josef und die junge Frau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr und sprach: ‚Sei gegrüßt, Du Begnadete! Der Herr ist mit Dir!“ Sie aber erschrak über diese Rede und dachte: „Was für ein Gruß ist das?“ Und der Engel sprach zu ihr: „Fürchte Dich nicht, Maria, Du hast Gnade gefunden bei Gott!“ (Lukas 1,26-30, leicht überarbeitet nach Luther 2017)

Autor: Engel sind Postboten Gottes. Sie werden von Gott selbst geschickt, um Grüße von ihm zu übermitteln. Als die berühmten Persönlichkeiten dem Rektor schrieben, da war das ein freundliches Entgegenkommen dieser Leute. Ohne die Bitte der Studenten wären wohl wenige dieser Herren aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn auf die Idee gekommen, einen Geburtstagsgruß zu einem Theologischen Seminar zu schicken. Es war ein Gag, ein Spaß. Man muss normalerweise etwas ganz Besonderes sein, wenn man von einem Bundeskanzler oder einen Bundespräsidenten gegrüßt wird. Das ist nicht erst in unserer Zeit so. Schon zurzeit Jesu grüßte man noch lange nicht jeden. Die Herren Theologen, die Rabbiner und die Fürsten und Politiker ließen sich von ihren Untertanen grüßen und nicht umgekehrt. Frauen zu grüßen war verboten.

Gott setzt sich über all diese menschlichen Sitten und Gesetze hinweg. Gott grüßt die kleinen Leute. Die Leute, die man normalerweise nicht grüßt. Er grüßt die Frauen. Wie Maria. Das hätte zurzeit Jesu niemand gewagt. Gott zeigt damit: Was ihr da an Regeln aufstellt, ist Quatsch. Auf keinen Fall mein Wille. Gott schickt seine Engel mit diesen besonderen Grüßen in die Welt. Viele Grüße werden zur Weihnachtszeit verschickt. Es lohnt sich also, mal zu fragen: Wem würde Gott wohl heute seinen besonderen Gruß schicken?

Ihr Christoph Neumann, Pastor in Hemer.

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