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Kirche in WDR 4 | 11.09.2018 | 08:55 Uhr

Smiley

Guten Morgen!

Meine Tochter schickt mir ein kleines Video per WhatsApp. Da sitzt eine junge Frau in einem Straßencafé. Ein Mann eilt die Straße entlang. Im Gehen öffnet er ein kleines Geschenk. Das Papier lässt er achtlos auf die Straße fallen. Direkt vor dem Tisch der jungen Frau. Ein Mann von der städtischen Straßenreinigung beobachtet das und schüttelt den Kopf. Er bückt sich, um das Papier in seiner großen Mülltonne zu entsorgen. Da springt die junge Frau auf und schnappt ihm das Geschenkpapier vor der Nase weg. Sie zückt einen Stift und schreibt oder malt etwas darauf. Dann faltet sie es zusammen und gibt es dem erstaunten Mann von der Straßenreinigung.

Der öffnet das gefaltete Papier und ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus. Danach faltet er es wieder zusammen und steckt es in seine Arbeitshose.

Wenig später trifft er auf einen Paketboten. Mit vollbepackten Armen versucht der die Tür zu einem Mietshaus zu öffnen. Der Straßenreiniger hält ihm die Tür auf und schiebt dabei das gefaltete Geschenkpapier zwischen die Pakete. Ziemlich genervt steht der Paketbote im 3. Stock. Da bemerkt er das Papier, sieht es an und lächelt. Auf sein Klingeln öffnet eine Frau, die gerade im Aufbruch ist und gestresst wirkt. Der Paketbote legt ihr unbemerkt das Papier in den Einkaufskorb, den sie vor sich abgestellt hat. Die Frau legt das Paket in die Wohnung, greift sich den Einkaufskorb und will eilig loslaufen, als sie das Papier bemerkt. Und auch ihr zaubert das Papier ein Lächeln ins Gesicht.

Ich frage mich – was ist denn auf dem Papier zu sehen? Am Ende bekomme ich zu sehen, was alle verändert: Auf dem Zettel ist ein Smiley gemalt,– zwei Punkte, darunter ein nach oben gebogener Strich. Ein Lächeln. Ganz einfach. Aber das verändert die Menschen, weil es ihnen gut tut.

Es kann so einfach sein. Ein kleines Lob zwischendurch: Toll gemacht. Danke für die super Idee! Einfach mal Fünfe gerade sein lassen und sich nicht dauernd beschweren, dass eine Kleinigkeit nicht so war, wie erhofft. Mal das Handy ausmachen und dem Gegenüber ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Der Fernsehmoderator und Autor Tim Niedernolte hat kürzlich ein Buch herausgegeben. „Wunderwaffe Wertschätzung“ heißt es. Darin beschreibt er äußerst unterhaltsam die Wertschätzung als große Kraft. Eine Kraft, die unsere Beziehungen und den Alltag zum Positiven verändern kann. Und das Beste: Man profitiert selbst davon. Er schreibt: „Wertschätzung ist die einzige Waffe, die nicht zerstört, sondern aufbaut, wachsen lässt und vermehrt.“ ( 1 )

Jesus kannte die „Wunderwaffe Wertschätzung“. Er hat Menschen angesehen, sie gestärkt und ermutigt - und ganz viel aus ihnen herausgelockt. Manche sind regelrecht über sich hinaus gewachsen.

Die „Wunderwaffe Wertschätzung“ – sie ist ganz einfach einzusetzen. Das Gegenüber ernstnehmen, aufmerksam ansehen, zuhören und ehrliche Rückmeldung geben. Und wenn es passt: Einfach mal lächeln. Ich habe gemerkt: Es wirkt Wunder!

( 1 ) Tim Niedernolte, Wunderwaffe Wertschätzung. Vom großen Glück einer einfachen Lebenshaltung, Adeo-Verlag 2018, S. 12.

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