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Kirche in WDR 5 | 17.01.2018 | 06:55 Uhr

Tanzen

Guten Morgen!

Ich lobe den Tanz! In unserer Kirchengemeinde wird getanzt. Wir sind inzwischen eine Gruppe von ungefähr sechzehn Tänzerinnen und Tänzern. Außer mir sind die meisten zwischen Mitte 60 und Mitte 80. Alle vierzehn Tage treffen wir uns zum Erlebnistanz in unserem Gemeindehaus. Zum Erlebnistanz muss man sich nicht paarweise anmelden. Mann oder Frau kann auch allein kommen, muss aber nicht allein bleiben. Hier tanzt jede mit jedem, paarweise oder im großen Kreis. So macht Tanzen Freude:

Sprecher:

Ich lobe den Tanz,

o Mensch, lerne tanzen,

Sonst wissen die Engel im Himmel

Mit dir nichts anzufangen.

Das wusste angeblich schon der Kirchenvater Aurelius Augustinus, der im 4. Jahrhundert gelebt hat. Ihm werden lobende Worte über das Tanzen zugeschrieben:

Sprecher: Ich lobe den Tanz

denn er befreit den Menschen

von der Schwere der Dinge

bindet den Vereinzelten

an die Gemeinschaft

Eine Tänzerin - schon über 80 - sagte eines Nachmittags: "Heute morgen bin ich mit schweren Knochen aufgewacht und war noch nicht sicher, ob ich heute wirklich kommen soll. Aber jetzt, nach den ersten Tänzen sind meine Beine leicht und ich habe keine Schmerzen mehr."

Sprecher:

Ich lobe den Tanz

der alles fordert und fördert

Gesundheit und klaren Geist

und eine beschwingte Seele

Viele ältere Menschen beklagen den zunehmenden Verlust ihres Gedächtnisses. Immer öfter vergisst man etwas. Die Ereignisse der Kindheit sind so präsent, als wäre es gestern gewesen; aber was wollte ich eigentlich noch einmal einkaufen? Und wie hieß doch gleich das Enkelkind meiner Nachbarin? Tanzen fördert Gesundheit und klaren Geist. Sich die verschiedenen Tanzschritte und Abfolgen zu merken, tut dem Gedächtnis gut. Das merke ich schon mit meinen fast fünfzig Jahren. Und ebenso fördert Tanzen eine beschwingte Seele. Neben den konzentrierten Blicken liegt immer auch ein Lächeln auf den Gesichtern der Tänzerinnen und Tänzer. Wenn wir uns mal wieder eine neue Schrittfolge nicht richtig merken können und der Kreistanz eher einem Knoten gleicht - dann wird aus vollen Kehlen gelacht. Danach üben wir mit Freude weiter.

Während ich tanze, tritt so manche belastende Sorge in den Hintergrund. Und in der Gemeinschaft fällt die Last der Einsamkeit ab. Ich bin in meiner Mitte und zugleich bilde ich mit den anderen eine Einheit. Ich gehe ganz in der Bewegung und der Musik auf - in diesem Moment gibt es keine Wünsche oder Begehrlichkeiten.

Sprecher:

Ich lobe den Tanz

O Mensch lerne tanzen,

sonst wissen die Engel

im Himmel mit dir

nichts anzufangen!

Für den Kirchenvater Augustin ist die irdische Freude am Tanzen ein Abbild für die himmlische Freude. Ich finde die Vorstellung, dass auch die Engel im Himmel mit uns tanzen, wunderschön und sehr tröstlich.

Darum: Wer etwas für sich - für Leib und Seele – tun will und zugleich schon für die Ewigkeit üben möchte: „Lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.“

Gott befohlen! Ihre Johanna Krumbach, Pfarrerin in Augustdorf.

Quelle: http://www.meditativer-tanz.de/themenbeitraege/Augustinus.html

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