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Kirche in WDR 2 | 03.08.2018 | 05:55 Uhr

Versöhnung

Jeder zweite Mensch in Deutschland ist auf der Suche nach Gott. Das habe ich jetzt in einer Umfrage gelesen. Das sind viele, finde ich. Aber wo Menschen Gott dann auch finden, das hat in der Umfrage nicht gestanden. In der Bibel heißt es dazu: „Gottes Geist weht, wo er will.“ (Johannes-Evangelium Kap. 3, Vers 8).

Das ist ein Wort von großer Freiheit. Denn es bedeutet, dass wir Gott nicht nur in der Kirche finden, sondern auch in der Natur zum Beispiel. Nicht nur am Sonntag im Gottesdienst, sondern ganz alltäglich am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Schule, in der Nachbarschaft. Gerade auch dort, wo wir ihn gar nicht erwarten.

Gottes Geist weht, wo er will. Doch ein wenig konkreter zu wissen, wie er weht, das fände ich schon gut. Im Johannesevangelium heißt es da, ein paar Sätze später: „Gott ist nicht in unserer Welt, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.“

Darauf kommt es an: Gott will die Welt retten. Sein Geist bewirkt Versöhnung. Das ist für mich eine ganz wichtige Botschaft. Zum Beispiel in der Politik: Wo Politiker – es sind noch einzelne, aber es werden immer mehr – immer schneller, härter und selbstgerechter über andere urteilen.

Oder überhaupt in unserer Medienwelt, wo Menschen Hass und Häme über andere ins Internet auskippen wie auf einen Müllplatz. Wo Menschen, bei denen etwas schief gelaufen ist, ein Leben lang verfolgt werden von ihren schlechten Nachrichten. Das Internet vergisst nichts.

Gott schenkt Versöhnung. Das heißt nicht Konflikte zu vertuschen. Sondern sie zu sehen, dann aber mal hinter sich zu lassen, sie zu überwinden. Denn Versöhnung, da bin ich mir sicher, ist die einzige Chance, wirklich neu anzufangen.

Wie wichtig ist diese Botschaft für jeden Menschen. Weil jeder von uns seine Licht- und Schattenseiten hat. Weil wohl jeder diese Zerrissenheit kennt: zwischen der Sehnsucht nach Glück auf der einen Seite und den der doch oft ziemlich gnadenlosen eigenen Ansprüchen an einen selbst.

Mensch lerne, dich mit dir selbst zu versöhnen. Ich glaube das ist der erste Schritt und schon ein ganz wichtiger Schritt für mehr Frieden in unserer Welt. Genau dazu gibt Gott seinen Geist. Und dieser Geist, dieser heilige Geist der weht dann auch wo er will. Und ich wünsche mir, dass er auch in meiner Welt, in meiner Umwelt weht. Und ich möchte meinen Teil dazu beitragen und die Fenster und Türen sozusagen öffnen, dass er da hereinkommt, dieser Geist. Denn unsere Welt braucht ihn. Diesen Geist an ganz vielen Orten!

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