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Kirche in WDR 2 | 11.10.2018 | 05:55 Uhr

Von Gutmenschen

Autorin: Es geht ein Rechts-Ruck durch Deutschland. Viele sind sehr beunruhigt. Auch Patrick Salmen, Autor, Slam-Poet, Kabarettist. Zusammen mit Christine Brinkmann vom Düsseldorfer Kulturzentrum ZAKK hat er aus Protest eine glamouröse Gutmenschen Gala in der Christuskirche in Düsseldorf veranstaltet. Kurz vor Beginn habe ich mit Ihm und Christine Brinkmann gesprochen.

O-Ton: Wir wollten definitiv das Wort „Gutmensch“ wieder positiv besetzen, weil es ist ja mittlerweile fast zu einer Beleidigung geworden ist in machen Kreisen. Und ich denke mir aber: „Lieber Gutmensch als Schlechtmensch!“

Autorin: Wann war denn der Moment, in dem Du als Einzelner gedacht hast: „Ich muss jetzt was organisieren?“

O-Ton: Es war tatsächlich ein bisschen dieses Benefizkonzert in Chemnitz, weil das Gefühl, das dahinter war, und dieser Zusammenhalt, der dadurch entstanden ist. Das ist mir so nahe gegangen in dem Moment. Dieser Rechtsruck, den es in Deutschland gibt, da muss man ja wirklich wieder Angst haben mittlerweile und um den Zusammenhalt in der Gesellschaft fürchten...

Autorin: Was, würdest du sagen, macht Menschsein aus?

O-Ton: Sich einfühlen zu können in andere Lebensweisen, in andere Denkmuster. Auch einen gewissen Perspektivwechsel für sich selber mal nachzuvollziehen. Das führt ja auch zu dem kirchlich geprägten Begriff der „Nächstenliebe“.

Autorin: Als du die Idee hattest, wen hast du zuerst angerufen?

O-Ton: Erst die Christine vom ZAKK, weil es schon wichtig war, dass ich einen Ort habe, bevor ich jetzt ganz viele Künstler buche. Mir war wichtig, dass es eine Mischung ist aus Musik und aus Literatur, aus Kabarett. Und ich habe die alle angerufen und tatsächlich hatten alle Zeit.

Autorin: Wenn wir hier schräg nach vorne gucken. Da ist ja noch ein Mann, der am Kreuz hängt, weil wir hier in einer Kirche sind. Hat der Ort irgendeine Auswirkung?

O-Ton: Ich bin mal gespannt, wie es sich gleich bei der Show auswirken wird, wenn ich den guten Mann am Kreuz in meinem Rücken habe, aber ich glaube, das kann dem Ganzen nur guttun.

Autorin: Danke, und hier neben mir sitzt die Christine vom ZAKK. Wie seid ihr eigentlich in die Kooperation mit der Christuskirche gekommen?

O-Ton: Am Anfang waren wir sehr kritisch, weil wir natürlich schon überlegt haben, wen erreichen wir hiermit und was machen wir für Aussagen damit, aber der Ort ... ist zwar religiös, aber trägt das gar nicht so mit sich hinein.

Also, wenn man in diese Kirche geht, hat man nicht das Gefühl, dass man in einer Kirche ist, sondern man hat das Gefühl, man ist an einem sehr geborgenen Ort, wo man viel umsetzen und machen kann.

Atmo ...

Autorin: Es war ein ganz normaler Kulturabend. Eigentlich. Aber an diesem Abend habe ich eine Gemeinschaft erlebt, die nicht selbstverständlich ist. Gut, dass es das jetzt öfter geben soll.

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