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Kirche in WDR 5 | 06.07.2018 | 06:55 Uhr

Vorräte für Hunger-Zeiten

Guten Morgen!

In einer Frauengruppe haben wir Rezepte gesammelt.

Eine von uns fand ein handgeschriebenes Rezept aus Kriegstagen,

ein Rezept aus Hungerzeiten:

10 Gramm Wurst ganz klein schneiden.

2 große Zwiebeln hacken

50 Gramm Graupen oder anderes grob geschrotetes Getreide hinzufügen.

In einer warmen Pfanne erhitzen, wenn es geht mit etwas Fett,

alles vermengen und dann kalt werden lassen.

Ergibt 100 Gramm Wurstaufstrich.

Welche Fantasie haben Frauen in mageren Zeiten aufgebracht, um mit ihren Familien noch ein paar Tage länger Wurstaufstrich essen zu können.

Was für eine Leistung: Aus 10 Gramm werden 100 Gramm!

Ein paar Tage länger Geschmack mit einem Hauch von Wurst.

Die Rezepterfinderin hatte noch etwas, mit dem sie das Essen strecken konnte, woanders war schon gar nichts mehr da. Man hungerte.

Menschen, die im Krieg gehungert haben, erzählen oft, wie weh der Hunger tut.

Er steckt überall im Körper und schließlich dreht sich alles nur noch ums Essen.

Der Hunger beherrscht alle Gedanken.

Ich muss gestehen, dass ich noch nie gehungert habe.

Höchstens war ich mal unterzuckert und etwas flattrig nach einer Wanderung ohne Proviant.

Nichts ist sehnlicher, als der Wunsch nach einem ordentlichen Essen.

Selbst in satten Zeiten. Wenn ich an so manches Vordrängeln in der Schlange am Büffet denke, wird mir schwindelig.

Was würde wohl passieren, wenn die Drängler richtig Hunger hätten und nicht nur Appetit.

Wie bewahrt man sich in Hungerzeiten sein Mitgefühl?

Die Geschichten in der Bibel umspannen einen weiten Zeitraum von mehr als 2500 Jahren. Da sind viele Hungerzeiten enthalten.

Die Geschichten verschweigen nicht die kaputte und korrupte Seite am Menschen.

Da gibt es Neid und Diebstahl, weil das Lebensnotwendige fehlt.

Und Vorbilder wie die Witwe von Zarpath.

Die Zeiten sind karg.

Die Witwe von Zarpath kämpft mit ihrem Sohn ums Überleben-

Und dann bekommt sie einen fremden Gast.

Der Prophet Elia bittet sie, Brot zu backen. Ausgerechnet sie, die Ärmste im Dorf.

Großzügig gibt sie Elia von den kargen Rationen ab

und backt ihm mit ihren Mehl- und Ölresten ein Brot.

Eine Frau, die ihrer gastfreundlichen Einstellung treu bleibt. Und ihrem Vertrauen auf Gott. Deshalb fällt Elias Satz bei ihr auf fruchtbaren Boden:

„Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln.“

(1. Könige 17,14)

Sie backt das Brot für Elia und als Gast bekommt er zuerst dies Brot.

Ihrem Gottvertrauen bleibt die Witwe von Zarpath treu: Ihre Vorräte werden sich wieder auffüllen!

Solche Vorräte wünscht Ihnen Viktoria Keil, Pfarrerin in Barntrup und Sonneborn.

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