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Sonntagskirche | 08.07.2018 | 08:55 Uhr

Abwärts

Guten Morgen!

Vor Jahren lief im Fernsehen ein Film, der mich fesselte. „Abwärts“ mit Götz George als Jörg, besser bekannt unter „Schimanski“ vom Tatort!

Der Film handelt von einem Albtraum: Freitagabend in einem 30stöckigen Bürohochhaus. Vier Menschen wollen mit dem Lift nach unten. Sekunden später sind sie gefangen. Der Fahrstuhl bleibt stecken. In der engen Kabine entwickeln sich Angst und Aggressionen zu Hass und Psychoterror.

Die Situation in der engen Fahrstuhlkabine wird immer unerträglicher. Ein Mann names Gössmann hält krampfhaft einen Koffer fest. Schweißgebadet packt er schließlich aus: „Heute habe ich endlich den Mut gefasst, die Lohngelder mitzunehmen. Sonst habe ich in diesem Koffer nur schmutzige Wäsche transportiert.“ Der Koffer fällt hin. Eine knappe Million an Geldscheinen wird sichtbar.

Nach vielen Stunden und vielen Versuchen, sich durch den Schacht zu befreien, wird der Portier auf die vier im festsitzenden Fahrstuhl aufmerksam. Er ruft die Techniker. Sie wollen den Fahrstuhl nach oben ziehen. Sie bewegen das Schwungrad im Keller. Drei der vier Drahtseile, die die Fahrstuhlkabine halten, reißen. Der Fahrstuhl saust ungebremst in die Tiefe. Gerade noch rechtzeitig bekommen die Techniker den Fahrstuhl doch noch gebremst.

Jetzt wird die Zeit knapp. Rettungsaktion durch den Schacht. Mittels einer Seilwinde wird einer nach dem anderen herausgeholt.

Jetzt ist Jörg dran. Krampfhaft hält er mit der einen Hand den Koffer von Gössmann fest, mit der anderen Hand hängt er am Rettungsseil. Das letzte Drahtseil reißt. Der Fahrstuhl saust in die Tiefe.

Die Techniker versuchen alles, um Jörg zu retten. Doch der Koffer wird ihm zum Verhängnis. Er kann den Koffer gerade noch den Technikern übergeben, da versagen ihm und seinen Rettern die Kräfte. Er stürzt in die Tiefe und ist tot.

Gössmann nimmt seinen Koffer und will nach draußen gehen. Der Portier spricht ihn an. Der Koffer fällt zum zweiten Mal hin und zum Vorschein kommt nichts weiter als schmutzige Wäsche.

Die Millionen – eine Einbildung? Der Film „Abwärts“ oder Einbildung ist auch eine Bildung! Jörg hätte gerettet werden können, wenn er nicht den Koffer mit der eingebildeten Million festgehalten hätte.

Warum hat er das getan? Wenn es im Leben abwärts geht, dann sehe ich die Wirklichkeit mit anderen Augen. Dann kann es sein, dass ich mir Dinge einbilde. Dann sehe ich auch Gott nur noch durch den Schleier von Tränen. Seine Wirklichkeit verblasst. Dann sehe ich nur meine Mängelliste, was mir alles fehlt. Leider nicht das, was ich längst habe. Aufwärts statt abwärts geht’s, wenn ich meine Mängelliste loslasse und mir die Liste von dem anschaue, was ich habe. Was an Gutem in meinem Leben vorhanden ist und sei die Liste noch so kurz. Schon ist das Erdgeschoss erreicht, die Tür geht auf und ich habe wieder festen Grund unter den Füßen. Danke, Gott, es geht aufwärts. Punkt für Punkt.

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