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Kirche in WDR 2 | 17.01.2018 | 05:55 Uhr

Amen in der Kirche

„Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!“ Das sagt man so, wenn etwas hundertprozentig sicher ist. Amen heißt übersetzt „wahr, fest oder sicher“ Und kommt aus dem Hebräischen. Das war die Sprache der Juden zu Zeiten der Bibel und ist eine der Sprachen des Staates Israel.

Das Wort Amen kommt in der jüdischen Synagoge genauso vor, wie in der christlichen Kirche. Es könnte ein schönes Symbol sein für das, was diese beiden Weltreligionen verbindet. Doch die Verbindung zwischen Juden und Christen erscheint nach außen oft enger, als sie ist. Die Kirchen haben über die Jahrhunderte viel zur Judenfeindlichkeit beigetragen. Und sie tun aus jüdischer Sicht heute immer noch zu wenig gegen diesen Antisemitismus.

Dabei könnten doch gerade gemeinsam gebrauchte Wörter wie „Amen“ oder „Halleluja“ dazu beitragen, aufeinander zu zugehen. Das wünscht sich die Evangelische Kirche in Deutschland. In einem Grundsatzpapier betont sie das Gemeinsame: Wenn Christen sich zu Jesus Christus bekennen, dann sind sie mit dem Judentum in einer ganz besonderen Weise verbunden. Sie glauben gemeinsam daran, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat, sie erbitten mit den selben Worten den Segen dieses Gottes.

Viele Menschen betonen diese Gemeinsamkeiten. Aber es gibt auch Unterschiede: Das Christentum bekennt anders als das Judentum, Jesus Christus als Sohn Gottes. Aber inzwischen haben die Evangelischen Kirchen gelernt, dass sie den Juden ihren eigenen jahrtausendealten Glauben nicht absprechen wollen. Dennoch werden alte Vorurteile immer noch wiederholt. Dazu gehört auch ein Satz wie dieser: »Ich habe ja nichts gegen Juden, aber man wird doch noch sagen dürfen …«.

Die Evangelische Kirche fordert ihre Mitglieder auf, sich mehr für das Miteinander zwischen Juden und Christen einzusetzen. Wenn Menschen angefeindet werden, dann muss ich Ihnen Schutz anbieten. Wenn ich eine andere Meinung habe, dann soll ich das Gespräch mit Andersdenkenden suchen. Genau diese Selbstverständlichkeiten sollten so sicher sein, wie das Amen in der Kirche.

Neben dem alten Wort Amen, habe ich jetzt noch ein neues hebräisches Wort gelernt, es heißt „Likrat“ und bedeutet: „aufeinander zugehen“. „Likrat – Jugend und Dialog“, ist ein Projekt des Zentralrates der Juden in Deutschland. Jüdische Jugendliche begegnen dadurch Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen. Die können Fragen über das Judentum stellen und erfahren auch, dass Jugendliche außerhalb ihrer Religionen gar nicht so unterschiedlich sind.

Gemeinsames betonen, Unterschiede aushalten und füreinander einstehen! So würde ich mir das Miteinander zwischen Juden und Christen wünschen.

https://www.ekd.de/broschuere-antisemitismus-erschienen-30323.htm

http://www.likrat.de

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