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Hörmal | 22.04.2018 | 07:45 Uhr

Bach hat mein Leben gerettet: Johann Sebastian

Autorin: Für ihn ist es die Hölle. Das englische Internat. Für den bekannten Konzertpianisten James Rhodes. Es ist gerade mal fünf, als sein Sportlehrer ihn sexuell missbraucht. Es bleibt nicht bei diesem einen Mal. Er tut es von nun an regelmäßig und alle sehen zu. Niemand hilft ihm. Weder Eltern, noch Lehrer. Was ihn schließlich rettet ist die Musik.

Musik: J.S. Bach Chaconne

Autorin: Nicht irgendeine Musik, sondern diese 14 einhalb Minuten von Johann Sebastian Bach.

Sprecher: Ich war sieben, als ich das Stück hörte und war sofort verzaubert. Es war das, was Therapeuten meinen, wenn sie sagen, du musst einen sicheren Ort finden. Das war diese Musik. Eine ganz neue Welt ging auf.

Musik: J.S. Bach

Autorin: Sie legt sich wie ein schützender Mantel über seine wunde Seele. Sie gibt ihm das Gefühl von Geborgenheit, von Gehaltenwerden, von Hoffnung. Und: Der kleine James beginnt, Klavier zu spielen. Schnell ist klar, das Kind ist talentiert. Warum er sich ansonsten so komisch benimmt, weiß niemand. Der Missbrauch geht weiter. Fünf quälende ewig lange Jahre. Als er zehn wird, darf er dann endlich die Schule wechseln.

Musik: J.S. Bach

Autorin: Doch das Trauma wirkt weiter. Bereitet ihm seelische und körperliche Qualen. Er wird Heroin abhängig, ritzt sich, ist immer wieder suizidal und kommt immer wieder in die Psychiatrie. Und ausgerechnet dort beginnt das Happy End: Ein Freund bringt ihm ein ipod mit Klavierstücken von Bach.

O-Ton: How … create something like that

Overvoice: Wie kann jemand so etwas erschaffen.

Musik: Charconne

O-Ton: Und wenn das möglich ist, dann ist die Welt nicht einfach nur ein furchtbarer Ort mit schrecklichen Menschen. Es muss etwas Größeres und Besseres geben.

Autorin: Und wieder trifft ihn die Musik so tief in seinem Innersten, dass er sich verstanden fühlt. Er beschließt weiterzuleben und Konzertpianist zu werden. Und: Er hat es geschafft! Er ist heute ein bekannter Pianist und spielt vor ausverkauften Sälen. Er hat es geschafft, weil Gott ihm die Hand gereicht hat. Nicht persönlich, aber durch die Musik von Bach. Denn darin sind sich alle Experten einig, Bachs Musik ist so unsterblich und kraftvoll, weil Gott in seiner Musik ist. Unter jedes seiner Werke hat Soli Deo Gloria geschrieben, Gott allein die Ehre. Wenn man Gott mit seiner Musik nicht ehre, hat Bach gesagt, sei sie nur teuflischer Lärm.

O-Ton/ Overvoice: Ich bin nicht so naiv zu sagen, wenn es dir nicht gut geht, höre dir Musik an und sofort ist alles gut. Natürlich nicht. Denn es war nicht nur das. Es waren Freunde. Und irgendwann meine Frau. Es waren die Pillen und Ärzte und Kliniken. Aber die eine Sache, die immer da war, durch die übelsten Zeiten hindurch, das war die Musik.

Musik: Charconne

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