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katholisch

Hörmal | 27.05.2018 | 07:45 Uhr

Wenn drei sich zusammen tun…

Die Drei Fragezeichen, die drei Tenöre, das Kölner Dreigestirn…wenn sich drei zusammen tun, dann ist das meist erfolgsversprechend.

Das wussten schon die Strippenzieher im alten Rom. Und so kam damals das Triumvirat auf, eine Regierungsform mit drei gleichberechtigten Herrschern. Das ist lange her. Und nicht immer ist so eine Dreierkonstellation mit Erfolg gesegnet. Deutsche Parteien können ein Lied davon singen, die es mit der sogenannten Troika versucht haben. Denn was es unter den Dreien braucht, ist schon ein gewisser Einklang, keine Kakophonie. Nur wenn keiner versucht, die anderen runter zu machen, kann das gelingen in einer Dreierkonstellation.

Die berühmteste Dreierkonstellation sind dabei nicht Tick, Trick und Track. Und es sind auch nicht die Heiligen Drei Könige – wie man vielleicht in Köln denkt. Die wohl berühmteste Dreierkonstellation ist göttlich. Ich spreche von der Trinität. Also der christlichen Vorstellung von Gott als Einheit in drei Personen, von Vater, Sohn und Heiligem Geist.

Ich bin mir sicher, die wenigsten Christen können aufdröseln, was damit genau gemeint ist. Kein Wunder: Darüber haben selbst die frühen christlichen Theologen gerungen, fast 2 Jahrhunderte lang.

Und wenn andere Religionen nach der Trinität gefragt werden: Judentum und Islam fangen das Kopfschütteln an, wenn Christen damit ankommen. Der Islam sieht die Einzigartigkeit und Allmacht Gottes geschmälert, wenn Christen Gott etwas beigesellen. Also eher ein Makel als erfolgsversprechend, dass Gott hier als Dreierkonstellation geglaubt wird. Und für das Judentum ist Gott eben der eine.

Bis heute gibt es christlicherseits unzählige Erklärungsversuche für die Trinität. Am schönsten finde ich den einfachen wie anschaulichen Ansatz des Missionars der Iren, des Heiligen Patricks. Der rupfte von der Erde ein dreiblättriges Kleeblatt und sagte: So ist Gott:, dreifaltig und doch eins wie das Blatt..

Naja, das ist ein schönes Bild, erklärt aber noch nicht genau, warum man denn Gott überhaupt als drei denken sollte. Aber was es zeigt: alle drei sind gleich wichtig. Da gibt es kein unten und oben, da spielt sich nicht einer hervor. Es braucht den Einklang in der Dreiheit.

Ich habe für mich irgendwann mal eine Erklärung gefunden, die mir ganz schlüssig erscheint. Wenn Gott nämlich im Wesenskern die Liebe ist – und daran glaube ich - dann geht das nicht ohne Beziehung Denn wenn einer liebt, dann braucht es immer auch jemanden, dem diese Liebe gilt und der diese Liebe erwidert. Allerdings: Zweierkonstellationen in Sachen Liebe genügen sich meist selbst. Keine Frage. Erst wenn drei ins Spiel kommen, beginnt die Liebe immer auch über die Zweierkonstellation hinaus zu gehen. So sehe ich das. Paare, die ein Kind bekommen, werden das kennen, dass ihre Liebe sich wandelt und offener ist. Naja, aber auch das ist im Grunde wieder ein Bild. Könnten Sie zu Recht erwidern.

Wie auch immer: Ich finde das am christlichen Glauben eigentlich sehr reizvoll, dass ich mich mit diesem Gedanken immer wieder neu rumschlagen kann und auch rumschlagen muss. Was heißt es denn genau: ein Gott – in drei Personen – der liebt – als Trinität.

…kann ich mir ja weiter Gedanken drüber machen, heute, an dem Tag, an dem die katholische Kirche eben diese Dreierkonstellation feiert: an Trinitatis, dem Dreifaltigkeitssonntag.

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