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katholisch

Kirche in WDR 5 | 22.10.2016 | 06:55 Uhr

Beten

Guten Morgen.

Wenn ich morgens soweit tagesfertg bin,also wenn ich aufgestanden bis, geduscht habe und Zähne geputzt, wenn ich mich angezogen habe und einen Kaffee getrunken - dann bete ich!

Ich mache das jeden Morgen, nicht nur weil ich das muss! Das manchmal auch, wenn ich noch müde bin oder ganz gespannt auf ein Ereignis oder eine Begegnung. Aber das Beten ist mehr als eine Pflicht. Das Beten hilft mir, gut in den Tag zu kommen. Das Gebet am Morgen steht an der Schwelle von der Vorbereitung auf den Tag zum Beginn dessen, was ich heute tun muss oder machen möchte.

Bei meiner Priesterweihe vor 19 Jahren habe ich mich verpflichtet, täglich zu beten – und auch bestimmte Gebete zu beten, die Psalmen hauptsächlich.

Aber das mit dem Beten kannte ich schon vorher, als Kind, als Jugendlicher.

Wir haben in unserer Familie morgens gebetet - und so bin ich in das Sprechen mit Gott hineingewachsen. Es waren keine langen Gebete. Meistens eine kurze Bitte um einen guten Tag, mit der Bitte um Gottes Segen.Manchmal, wenn es schnell gehen musste, war es auch nur das: Gott segne uns am heutigen Tag!

Und ich weiß noch, wenn wir Kinder längere Zeit unterwegs waren, dann bekamen wir von unserer Mut¬ter ein Kreuzzeichen auf die Stirn gezeichnet. Eine Bitte, ein Wunsch, eine Zusage: für eine gute Reise - und dass wir wohlbehalten zurückkommen würden.

Alle großen Religionen strukturieren den Tag durch Gebete. Und das Gebet am Morgen gehört selbstverständlich dazu. Darin drückt sich aus: Ob es ein guter Tag wird, hängt nicht nur an mir! Was auch immer heute ansteht und wo immer mein Tun gefordert ist: Ich brauche Gottes Schutz, ich brauche seinen Beistand, ich brauche seinen Segen! Ich bin ja so gefährdet, so verletzlich, manchmal auch so unsicher. Und deshalb vergewissere ich mich der schützenden Hand Gottes.

Darum vertraue ich auf ihn und stelle meinen Tag unter seine Obhut.

„Betet ohne Unterlass“, fordert der Apostel Paulus die Christen in Thessalokini auf (1 Thess 5,17).

Damit meint er nicht: Habt ständig bestimmte Gebete auf Euren Lippen, das Vater unser zum Beispiel - das Gebet, das Jesus selbst seinen Jüngern beigebracht hat.

Vorformulierte Gebete helfen natürlich, überhaupt Worte zu finden für das Gespräch mit einem Wesen, das uns nicht leibhaftig gegenüber ist. Aber „Beten ohne Unterlass“ meint eher: Seid Euch stets bewusst, dass Ihr eine Beziehung zu Gott habt! Lebt so, dass Gott in Eurem Leben gegenwärtig ist.Er ist da und er möchte, dass Ihr Euch ihm anvertraut und an seine Liebe zu Euch glaubt.

Ich weiß nicht, ob Sie regelmäßig beten. Und ich möchte ihnen jetzt auch kein Gebet aufzwängen.

Im Christentum ist es eine Tradition, nicht nur für sich zu beten, sondern auch für andere. Ich finde es schön zu wissen, dass da jemand für mich mit-betet.

Mir hilft manchmal der Gedanke, dass z.B. in Klöstern für mich gebetet wird.

Und ich möchte heute an diesem Tag für Sie beten. - Ungefragt, natürlich – aber ich mache es jetzt einfach. Schadet ja nichts.

„Gott, sei Ihnen heute nahe und beschütze Sie“.

Einen gesegneten Tag und ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.

Aus Aachen grüßt Sie Ihr Pfarrer Peter Dückers.

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