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Kirche in WDR 2 | 16.01.2018 | 05:55 Uhr

bewerten und urteilen

Da flattert schon wieder eine E-Mail herein: „Möchten Sie ihre Transaktion bewerten?“ Vor einer Woche wurde das Gerät geliefert, und jetzt soll ich schon eine Beurteilung schreiben. Ich habe noch nicht mal die Bedienungsanleitung ganz durchgelesen. Und mehr als drei Knöpfe habe ich auch noch nicht gedrückt. Wie kann ich mir da jetzt schon ein Urteil erlauben? Aber einige Leute sind da ganz fix. Nur weil sie nicht sofort die richtige Taste gefunden haben, machen sie das ganze Produkt schlecht und richten den Hersteller zugrunde. Mich würde mal interessieren, welche Beurteilungen diese Leute bekommen, wenn sie selber mal was im Internet verkaufen. Heute werden ja nicht nur Produkte bewertet. Kinder bewerten ihre Lehrer, Patienten bewerten ihre Ärzte, und Arbeitgeber werden von den Mitarbeitern bewertet. Ob das immer mit rechten Dingen zugeht? Da wird schnell jemand an den Pranger gestellt.

In der Bibel steht: „Hört auf, andere zu verurteilen, dann werdet auch ihr nicht verurteilt.“ (Matthäus 7,1 NLB) Gilt das auch für Bewertungen im Internet? Die gab es ja damals noch gar nicht. Aber es gab Leute, die sich abfällige Gedanken über andere machten. Und die fanden immer auch Wege, ihre Urteile unter die Leute zu bringen. Menschen, die andere fertigmachen wollen, gab es zu allen Zeiten.

Jesus ging mit vernichtenden Urteilen auf ganz besondere Weise um. Einmal sah er, wie eine wütende Menge eine Frau töten wollte. Sie hatte ihren Mann betrogen. Jesus sagte: „Wer von euch ohne Schuld ist, soll den ersten Stein auf sie werfen.“ (Johannes 8,7 BasisBibel)

Die Leute gingen nacheinander alle weg, niemand hatte einen Stein geworfen.

Jesus hat den Menschen gesagt, sie sollen zunächst einmal die Fehler bei sich selbst suchen, bevor sie andere für ihre Mängel verurteilen.

Über eigene Fehler sprechen die wenigsten Menschen gerne. Dabei würde es ja schon mal helfen, wenn sie ernsthaft darüber nachdenken, womit sie anderen Menschen Unrecht tun. Vielleicht merke ich auch selber gar nicht, womit ich andere verletze. Dann tut es gut, wenn ein guter Freund oder eine Freundin mich darauf aufmerksam macht. ohne mich zu verletzen oder zu verurteilen.

Jetzt ist hier immer noch diese Mail: „Möchten Sie ihre Transaktion bewerten?“ Ich muss eigentlich nicht zu allem was schreiben. Aber schlecht ist das Ding nicht. - Ich schreibe etwas, das ich neulich woanders gelesen habe: „Tut, was es soll!“

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