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Kirche in WDR 4 | 07.08.2017 | 08:55 Uhr

Der liebe Gott sieht alles

In diesem Sommer hatte ich viel Zeit zum Lesen. Und da habe ich mal wieder ein paar alte Romane hervorgeholt. Ein paar von ihnen beschrieben auf eine unglaublich realistische Weise, dass z.B. unsere Welt von fremden Mächten gesteuert wird oder durchwirkt ist von Geheimbünden und Verschwörungen. Oder da gibt es ganze Welten, die konstruiert werden und Macher, die alles beeinflussen.

Vielleicht nicht die perfekte Sommerlektüre. Denn bei mir hat sich dieses verschwörerische Gefühl, bewacht und fremdgesteuert zu sein in den Alltag übertragen.

Ich ertappte mich dabei, dass ich meine reale Umwelt in Augenschein nahm und genau schaute, wo wohl die Überwachungskameras sein könnten.

Was weiß ich denn schon, was außerhalb meines Horizontes vor sich geht?

Sicher gibt es da vieles, was mich überwacht. Erst neulich habe ich in eine Verkehrsüberwachungskamera vor Köln gewinkt und ich war sicher, dass diese sich daraufhin in meine Richtung bewegte. Oder mein Konsumverhalten wird analysiert und es erscheint entsprechende Werbung auf Facebook. Jedes Mal wundere ich mich, dass dann auf einmal ausgerechnet ein Holzhaus im Werbefenster auftaucht, bis mir einfällt, dass ich genau danach neulich gesucht habe. Ich bin nicht frei von Beeinflussung. Und manches ist ja ganz nützlich – wenn mein Handy mir z.B. sagen kann wo ich gerade bin und mich wieder auf den richtigen Weg bringt.

Allerdings bin ich kein Fan von Verschwörungstheorien oder Geheimbünden. Die überlasse ich dann doch eher den Romanschreibern. Obwohl? Ich weiß es eben nicht. Gibt es da nicht doch die scheinbare Allmächtigkeit? Von wem auch immer?

Als Christin sind die Schlagworte mir ja nicht unbekannt. Allmächtig ?! das ist nur einer: GOTT!

Weg sind all die düsteren Fantasien über gesteuertes Dasein und hilfloses geschehen lassen. Der Gott, an den ich glaube, vor dem muss ich mich nicht fürchten. Dem muss ich auch nichts beweisen. Auch wenn „der liebe Gott alles sieht“ - damit wurden früher ja gerne mal Kinder eingeschüchtert, muss ich keine Angst haben. Im Gegenteil!

Ja, Er sieht alles. Gut so! Kein Versteckspiel nötig. Keine Rollen.

Stellen sie sich vor, dass jemand, der sie unendlich liebt, sie betrachtet– sie hütet wie seinen Augenstern. Eben kein Stalking. Solch ein Blick lässt mich doch wachsen! Lässt mich frei sein und ich fühle mich geborgen und auch stark. Mit so einem Gott „überspringe ich Mauern“ wie das in einem Psalm heißt.

In dieser Gewissheit von Allgegenwärtigkeit, kann ich sehr angstfrei leben. Und entspannt weiter Romane lesen in diesem Sommer.

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