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Kirche in WDR 2 | 12.01.2018 | 05:55 Uhr

Die essbare Stadt

Gibt es das: eine Stadt, die man essen kann?

Klar, Weihnachten gibt es die Lebkuchenhäuser, im Märchen das Schlaraffenland. Aber: In echt?'- wie unsere Kinder so gerne fragen.

Wir haben es erlebt! Einmal im Jahr machen wir einen Ausflug mit den gut 100 Ehrenamtlichen unserer Caritas in der Pfarrgemeinde in Köln-Vingst. Diesmal ging es nach Andernach am Rhein. Mit Schifffahrt, Besuch des Geysirs, Besichtigung der Kirche mit kleiner Andacht. Aber der Clou war die Stadt selbst, die ESSBRE STADT.

Vor fast zehn Jahren hat der Stadtplaner Lutz Kosac diese Idee entwickelt. Ein Hektar Grünfläche im historischen Stadtkern und noch einmal 14 Hektar außerhalb sind nun öffentliche Gärten. Die Stadtmauer entlang in Kästen an den Straßenrändern, rings um die Burg. Jede und jeder darf hier ernten: Kräuter, Gemüse, Salat, Erdbeeren, Birnen und Äpfel, je nach Jahreszeit.

Warum macht die Stadt das? Lutz Kosack sagt: "Ich möchte die Stadt für die kommenden Generationen lebenswert machen" - was auch Papst Franziskus mit seiner Umweltenzyklika „Laudato si“ will.

Das klappt natürlich nur, weil viele mitmachen. So haben inzwischen alle Schulen einen Schulgarten. Viele Schülerinnen und Schüler haben auch Patenschaften für ein Beet in der Stadt übernommen. Ausschließlich ehrenamtlich geht das natürlich nicht. Der städtische Gärtnermeister Gerhard Eberlein hat in seinem Team auch viele Langzeitarbeitslose und neuerdings auch viele Flüchtlinge. Sie sagen: es macht uns Freude anzupacken statt zu Hause rumzusitzen.

Ein bisschen neidisch waren wir schon bei der Stadtbesichtigung, aber nicht ganz. Denn seit über 15 Jahren pflanzen wir in unserem Stadtviertel Blumen in gut 100 Kästen an den Straßenrändern. Inzwischen haben wir auch über 90.000. Osterglocken und Krokusse gepflanzt. Wo die Hunde nicht hinkommen, wachsen sie auch noch nach 15 Jahren. Wir pflanzen aber auch jeden Herbst 3000 neue Zwiebeln eben dort, wo Hunde geschäftig sind. An Obst und Gemüse haben wir uns noch nicht gewagt - aber das kann ja noch kommen.

Ein kleiner Tipp. Wenn Sie an ihrer Strasse ein Beet anlegen wollen, pflanzen Sie nicht direkt auf dem Boden, etwa auf der Baumscheibe. Besser ist es einen Pflanzkübel aufzustellen. Nicht nur wegen der Hunde, sondern auch wegen des Gießens. Der Baum zieht schnell so viel Wasser weg, dass sie nicht nachkommen. Und: bei Osterglocken nicht nach dem Verblühen die Blätter abschneiden. Sie müssen vertrocknen, damit die Zwiebel daraus die Kraft für das nächste Jahr ziehen kann.

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