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Kirche in WDR 4 | 13.04.2018 | 08:55 Uhr

Die Tugenden - Glaube

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“

So lese ich es im Neuen Testament. Das ist eine schöne Beschreibung für den Glauben. Eine der göttlichen Tugenden. Obwohl: von den drei Tugenden, die Gott zugeschrieben werden: Glaube, Liebe, Hoffnung, ist sie mir die rätselhafteste. Dass Gott Hoffnung ist, kann ich mir noch vorstellen. In der Hoffnung ruht die unbändige Kraft, ein Schöpfungswille, eine Energie, eine Lust, die sich durch nichts schwächen oder aushebeln lässt. Dass Gott Liebe ist - klar, darüber müssen wir nicht einmal eine Sekunde lang nachdenken. Aber Glaube?

Ich erlaube mir jetzt einfach, Tugenden etwas umzudeuten, sie nicht als eine Art Charaktereigenschaft zu nehmen. Ich behaupte jetzt einfach: göttliche Tugenden - das bedeutet göttliche Geschenke. Das ist ein sicherer Boden. Gott schenkt Glauben. Das ist eine wunderbare Sache. Alle, die dieses Geschenk erfahren haben, werden mir darin zustimmen.

Dazu eine wunderbare Glaubensgeschichte aus dem Neuen Testament:

Jesus hatte schon einige Auftritte gehabt. Sein Ruf eilt ihm voraus. Noch ein Wundertäter. Noch einer? Ja, denn damals gab es einige, die durchs Land zogen. Dann und wann werden sie auch Erfolge verbucht haben. Nun also Jesus. Die Frau, die wohl auf ihn wartet, ist übel dran. Sie leidet unter starken Blutungen. In einer Zeit, in der Blut noch viel Magisches hatte, als unrein und gefährlich galt, machte sie dieses Problem zur Außenseiterin.

Nun also Jesus. Er wird es sein, er muss es sein. Ihre letzte Chance. Je näher sie ihm kommt, spürt sie etwas. Eine Kraft. Von ihm. Sie sehnt sich nach dieser Kraft. Ihre Sehnsucht macht sie groß. Und größer. Wie ihre Zuversicht. Er ist der Richtige. Der Einzige. Die Sehnsucht nach Heilung. Riesig, wie die Hoffnung. Wenig nur fehlt. Wie die paar Zentimeter, die sie noch von Jesus trennen. Sie sieht nichts, sie weiß nichts. Aber sie hält sich offen für ein Wunder. Sie fasst ihn an. Und ist gesund. Jesus dreht sich um. Er sieht sie, spürt sie. Für einen Augenblick sind sie ganz allein auf dieser Welt. „Dein Glaube hat dir geholfen“. Sie trennen sich, wenden sich voneinander ab. Das aber bleibt. Unauslöschlich in ihr, bei ihr. Für immer: Dein Glaube. Er hilft. Geschenk aus Gott für alle, die es wollen. Eine feste Zuversicht. Kein Zweifel.

Das kennen wir doch. Alte und neue Erfahrungen: die erste Liebe, die wichtige Entscheidung, Trost, wenn es mühselig und schwer zugeht. Kraft, wenn alles um mich herum zusammenbricht. Ein Ziel und ein Grund: Gott. Und der Glaube: Es wird, es wird gut. Niemand fällt aus Gottes Hand. Du nicht, ich nicht. Der Glaube: eine feste Zuversicht und kein Zweifel.

Einen Tag voller Glauben wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Gerd Höft aus Düsseldorf.

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