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Kirche in WDR 2 | 25.04.2014 | 05:55 Uhr

Eine Glocke für den Frieden

Köln-Chorweiler – schon mal gehört? Damit verbinden die meisten: Plattenbau und Problembezirk. Auf recht engem Raum wohnen hier Menschen aus über 100 Nationen zusammen. Ich fahre öfters hierher, weil ich diese bunte Atmosphäre mag und daher kenne ich auch die katholische Kirchengemeinde, die neben dem City-Center etwas weggeduckt steht: Papst Johannes XXIII.-Kirche heißt die. Und die Gemeinde sorgt in Köln an diesem Wochenende für Schlagzeilen. Denn ihr Pfarrpatron wird am Sonntag heiliggesprochen. Zusammen mit Papst Johannes Paul II.. Über 5 Millionen Pilger werden in Rom erwartet. Und in Chorweiler werden sie die Heiligsprechung ganz besonders feiern: Mit einem Friedensfest.

Johannes der XXIII. war ein Friedenspapst in den Zeiten des Kalten Krieges. Damals stand es spitz auf Knopf zwischen den USA und Russland. In der „Kuba-Krise“ hatte Johannes XXIII. eindringlich zum Frieden gemahnt. Eine seiner berühmtesten Schriften war die Enzyklika „Pacem in Terris“ – Frieden auf Erden. Diese Schrift soll sowohl Kennedy als auch Chruschtschow beeindruckt haben.

Dass die Gemeinde in Chorweiler ihren „Heiligen Johannes XXIII.“ am Wochenende mit einem Friedensfest feiert, passt also. Und sie haben sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Samstagnacht wird eine Friedensglocke gegossen. Zum Glockengießen braucht es Erde und die kommt aus den unterschiedlichsten Ländern der Menschen, die hier in Chorweiler leben. Dazu hatte die Gemeinde aufgerufen. Aus Afrika, aus Asien, aus dem Nahen Osten ist schon Erde gebracht worden. Auch aus dem Geburtsort von Johannes XXIII. und auch aus Jerusalem. In diesen großen Berg von Heimaterde wird dann die Glocke gegossen. Auf ihr stehen werden die Worte „Pacem in terris“.

In Chorweiler leben Menschen aus über 100 Nationen, darunter Ukrainer, Russen, Syrer und Afghanen. Viele sind hier, weil das Leben in Ihrer Heimat nicht mehr friedlich war. Sie werden am Wochenende in Chorweiler zusammen den Frieden feiern – und auch für den Frieden beten. Mitten in dem vermeintlichen Problembezirk, zwischen den Plattenbauten.

Ich finde, das ist ein starkes Friedenszeichen! Pacem in terris – Frieden auf Erden: Ich glaube, die Welt kann das im Moment gut gebrauchen.

Copyright Vorschaubild: Elke Wetzig (Elya) (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASeeberg_nord_boehm-siedlung_20090215.jpg"><img width="512" alt="Seeberg nord boehm-siedlung 20090215"

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