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Kirche in 1Live | 09.11.2017 | Floatend

Eine Prise Sabi

In Japan gibt es eine coole Tradition. Zerbricht etwas, wandert es nicht in den Müll oder wird so wiederhergestellt, dass es wie neu aussieht. Nein, seit Jahrhunderten werden Risse oder Brüche mit Gold veredelt und die einzelnen Teile der Tasse oder Schale wieder zusammengefügt. Diese Technik ist nicht nur ökologisch sinnvoll, - so entstehen wertvolle Einzelstücke. Man versucht nicht, den Makel zu vertuschen. Ganz im Gegenteil: der Bruch wird hervorgehoben und im wahrsten Sinne des Wortes vergoldet.

Damit entspricht dieses Gefäß dem Schönheitsideal, das in Japan Wabi-Sabi genannt wird. Echtheit ist wichtiger als Makellosigkeit. Sabi ist eine Lebenshaltung. Kratzer, Risse, Dellen offenbaren das wahre Leben, machen aus einem Massenprodukt ein Unikat.

Fehler werden nicht versteckt, Ausrutscher nicht schöngeredet. Perfektion ist keine Option, stattdessen werden die Macken auf edle Weise integriert.

Ich mag es, wenn die Dinge perfekt laufen und alles klappt, wie ich es geplant habe. Eine dicke Prise Sabi würde mir guttun. Zu einem glücklichen und erfüllten Leben, gehören Pleiten, Pech und Pannen. Sie machen uns einzigartig, tiefgründig und - wenn es gut läuft - sogar weise.

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