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Kirche in WDR 2 | 11.09.2017 | 05:55 Uhr

Es wird reichen

Das war ein langer Tag. Ziemlich anstrengend. Aber auch unheimlich bewegend.

Jesus hatte viel gepredigt. Hatte den ganzen Menschen, die gekommen waren, von Gott erzählt. Hatte sie ermutigt, sich füreinander einzusetzen. Und fast wie nebenbei hatte er auch noch ein paar Kranke geheilt.

Aber nun ist es Abend. Und alle merken: Jetzt ist es gut. Genug gesagt, genug gehört. Alle sind müde. Auch glücklich. Aber im Moment vor allem hungrig. Und genau da liegt das Problem: Essen für diese ganzen Leute? Hier in dieser öden Gegend? Keine Chance. Nichts zu machen. Viel zu viele, um mal eben was einzukaufen oder zusammen in den nächsten Döner-Laden zu gehen.

So sehen das zumindest die Jünger von Jesus. Sie haben zwar fünf Brote und zwei Fische. Aber das ist ja noch weniger als ein Döner-Laden. Denken jedenfalls die Jünger.

Aber Jesus denkt anders. Er nimmt die Brote und die Fische, betet und dankt und sagt dann: „Jetzt geht hin zu den Leuten und verteilt die Sachen. Ihr werdet sehen: Es wird reichen.“

Keine Ahnung, was die Jünger in diesem Moment für ein Gesicht machen. Vermutlich sehen sie nicht besonders zuversichtlich aus. Aber am Ende merken sie: Jesus hat Recht! Es reicht für alle. Es bleibt sogar noch was übrig.

Die Menschen sagen: „Das ist ein Wunder!“ Und so wird diese Geschichte in der Bibel auch überliefert: als ein Wunder. Aber wie immer geht es dabei nicht so sehr um das Beeindruckende und Unerklärliche an der Sache. Sondern um das Vertrauen, das dahinter steckt. Das Vertrauen: Es wird reichen. Nicht allein durch dich sondern durch den Segen, den Gott auf deine Gaben legt. Lass also deine Bedenken einfach mal beiseite, deine Sorge, ob das reicht und ob das denn was bringt. Deinen Wunsch nach Absicherung und nach einem Plan B. Nimm einfach das, was du hast an Möglichkeiten, an Kraft, an Ideen oder Ressourcen. Und guck, wo du das sinnvoll einsetzen kannst - für dich und für andere. Geh das an, was vor dir liegt - nicht leichtfertig, aber voller Vertrauen auf den Segen Gottes. Und dadurch auch mit Zuversicht für das, was anliegt.

Dann wirst auch du die Erfahrung machen, die die Menschen damals gemacht haben. Und die ich in meinem Leben auch immer wieder gemacht habe. Dass ich nämlich im Rückblick gedacht habe: „Warum hab‘ ich mir eigentlich vorher so viele Sorgen gemacht? Es hat doch gereicht!“ Obwohl ich im Nachhinein oft gar nicht so genau weiß, warum es eigentlich gereicht hat. Aber genau das ist ja das Wunder.

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