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Kirche in WDR 5 | 16.08.2018 | 06:55 Uhr

Gipfelerlebnisse

Guten Morgen,

Krähen kreisen kreischend um den Gipfel.

Doch die drei sind selig. Der Ausblick entschädigt für alle Mühe. Bizarr ragen die Berge um sie herum in den Himmel. Um hier hoch zu kommen, haben sie sich anstrengen müssen. Und jetzt sind sie alle oben.

Ein Gipfelmoment. Er scheint – wie alle Gipfelmomente - aus der Zeit zu fallen. Jakobus, Johannes und Petrus haben in Jesus einen exzellenten Bergführer gefunden. Die anderen neun Freunde sind unten im Tal geblieben. Nur diese drei hat Jesus mitgenommen. Auf dem Gipfel sehen sie Jesus in einem anderen Licht: Sein Angesicht leuchtet wie die Sonne, heißt es in der Bibel, seine Kleider sind weiß wie das Licht. Und neben ihm stehen Mose und Elia. Zwei, die auch Bergerfahrungen mit Gott gesammelt haben: Mose hatte bei einer einsamen Bergtour Gott von hinten sehen dürfen und die Gebote Gottes empfangen. Elia war bei seiner Bergtour erschöpft zusammengebrochen. Und er hatte gespürt: „Gott ist bei mir. Wenn ich nichts mehr leisten kann, stärkt er mich. Ich muss nicht immer stark und großartig sein. Sondern kann auch schwach sein. So wie Gott selbst.“ Denn Gott begegnete Elia nicht im gewaltigen Sturm und im heißen Feuer, sondern im leisen Windhauch.

Jesus, Mose und Elia – stehen dafür ein, dass Gott auf der Seite der Menschen steht. Wie gut das tut, das zu spüren. Nur das zu sehen. Ohne Zweifel zu glauben. „So könnte es doch immer sein“, denkt Petrus. Und will Hütten bauen für Elias, für Mose und für Jesus. „Ich will Hütten bauen als Erinnerung und oben bleiben. Dann müssten wir nicht weiterziehen nach Jerusalem. Dann wäre Jesus immer bei uns.“, denkt Petrus. Vorbei wäre die Zeit der Anfeindungen, der Morddrohungen, der Angst.

Doch schnell ist dieser Moment wieder vorbei. Sie sehen Jesus im Licht und hören eine Stimme von oben: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Erschrocken gehen die drei zu Boden. Jesus kommt zu ihnen: „Steht auf, fürchtet euch nicht“, sagt er. Diese Worte kennen sie von ihm. So redet Jesus mit Menschen, die ihm auf der Straße begegnen, die Sorgen haben, krank sind oder sich vor ihrer eigenen Schuld verstecken. So spricht Jesus im Alltag. Dem weicht er nicht aus. Da will er mit ihnen wieder hin.

In den Alltag. Zu den anderen neun, die auf sie warten. Mit denen sie befreundet sind, mit denen sie sich manchmal streiten. Mit denen sie wetteifern um die Zuneigung Jesu, mit denen sie sich verkriechen werden, wenn es hart auf hart kommt. Petrus, Johannes und Jakobus steigen vom Gipfel ab ins Tal. Und nehmen sie mit in den Alltag, die Gewissheit: „Wir brauchen uns nicht zu fürchten. Was auch kommt.“

Bei Bergwanderungen finde ich es wunderbar, nachts oben zu bleiben, in einer Hütte zu schlafen, umgeben von der Ruhe und den mächtigen Bergen. Diese Erinnerungen habe ich immer mit runtergenommen. So kann ich auch in den Tälern des Alltags spüren, was ich auf dem Gipfel erlebte: die Ruhe, das Licht, und den Ausblick.

Einen Tag, an dem Sie sich an stärkende Gipfelmomente erinnern, wünscht Ihnen Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer aus Meschede.

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