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Kirche in WDR 3 | 15.03.2017 | 07:50 Uhr

Glaube beflügelt

Guten Morgen!

Der Glaube kann Wunderbares bewirken. Julia zum Beispiel engagiert sich neben ihrem Studium in der Arbeit mit Geflüchteten. Als ihre Kirchengemeinde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchte, hat sie sich gemeldet. Ehrenamtlich begleitet sie Menschen aus Krisenregionen nun zu Behörden und hilft ihnen dabei, deutsch zu lernen. Die Menschen, die sie betreut, mögen sie und sind dankbar, dass sie sich die Zeit für sie nimmt. Und Julia? Sie ist glücklich, dass sie sich hier wirklich sinnvoll für andere einsetzen kann. Ihr ist der Glaube wichtig, und Nächstenliebe ist für sie nicht nur ein leeres Wort.

Wie Julia gibt es Viele, die zur christlichen Kirche oder einer anderen Religion gehören und in dieser Welt Hilfe, Freude und Optimismus verbreiten. Sie betreuen Kinder oder Senioren, machen Musik, feiern Gottesdienste und unterstützen Hilfsbedürftige.

Das zu erleben tut gut in einer Welt, die viele Menschen pessimistisch stimmt. In Deutschland verlieren Politik und Religion Ansehen und damit die gestaltende Kraft, so scheint es. Viele sehen die Religionen sogar als Teil des Problems der heutigen Weltlage. Und das nicht nur zu Unrecht. In der Geschichte haben sie tatsächlich immer wieder auch Leid über die Menschheit gebracht.

Es gab schlimme Verbrechen im Namen Gottes. Und Studien belegen, dass der religiöse Extremismus derzeit wieder zunimmt. Ebenso die religiös motivierte Gewalt in vielen Ländern, ob christlich oder muslimisch. Der bewaffnete Abtreibungsgegner in den USA tötet genauso im Namen Gottes wie ein Anhänger des so genannten Islamischen Staates.

Aber selbst wenn sie keine Gewalt ausüben, haben Menschen Religion immer wieder benutzt, um Macht über andere auszuüben oder sie zu unterdrücken: Frauen zum Beispiel oder Homosexuelle. Ich sehe Religion allerdings vor allem als Teil der Lösung heutiger Probleme.

Denn der Glaube an Gott beflügelt zu wunderbaren Möglichkeiten wie Mitgefühl, Güte und einem friedlichen Zusammenleben. Deshalb sind Menschen wie Julia so wichtig. Sie finden sich nicht ab mit trüben Gedanken, sondern tragen fröhlich die Liebe Gottes in die Welt. Dann bekommen Arme eine warme Mahlzeit, Kinder ein Ferienprogramm und alte Menschen jemanden, der ihnen zuhört.

Wenn sich gläubige Menschen so engagieren, wird es wahrgenommen. Und ernst genommen. Wenn die Welt brennt, wenn Menschen Not leiden, dann sind sie wachsam, helfen und protestieren. Dann wird der Glaube sichtbar und relevant. Religion schenkt Menschen das, was heute so dringend gebraucht wird. Dazu gehört die Erkenntnis, dass kein Mensch machtlos ist. Jeder kann etwas bewegen, vergeben, protestieren, lieben.

Jeder kann seine Zeit und seine Talente nutzen. Religion vermittelt den Menschen eine echte Hoffnung auf Veränderung. Das ist der Gegenentwurf zu Pessimismus und Extremismus. Aus dem Glauben an Gott entsteht Kraft für das Gute. Für Liebe, Gerechtigkeit und Würde für alle. Wenn gläubige Menschen das ausstrahlen, dann werden sie andere damit anstecken. Und dann kann Religion ein starker Motor für eine menschenwürdige und friedliche Zukunft sein, die wir so sehr brauchen.

Dass Menschen Religion nicht als Teil des Problems, sondern als Teil der Lösung erleben wünscht sich - Pfarrer Bernd Becker aus Bielefeld.

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