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Kirche in WDR 4 | 11.04.2017 | 08:55 Uhr

Glauben

Guten Morgen!

Was glauben Sie? Und woran glauben Sie? Glauben Sie, dass das Wetter morgen gut wird? Oder das Essen für die Freunde lecker schmecken wird? Glauben Sie an sich? An irgendeine höhere Macht? Oder glauben Sie an Gott?

Das Wort „glauben“ ist ein so genanntes „Tuwort“ oder auch Verb genannt und gehört in den ganz alltäglichen Wortschatz. Meistens drücke ich damit nur eine Wahrscheinlichkeit aus. Ich sehe ein Kleid im Schaufenster und sage zu meiner Freundin: „Ich glaube, das würde mir gut stehen.“ Statt „glauben“ könnte ich hier genauso gut sagen: „ich finde“, „ich vermute“, „ich denke“. Und ich kann mit „ich glaube“ ausdrücken, woran ich glaube. Was mir im Leben Halt gibt und Sinn. Wenn ich sage, dass ich an Gott glaube zum Beispiel.

Glauben ist ein Wort, das Aktivität nach sich zieht. Es erfordert eine Entscheidung für einen bestimmten Lebensweg und Lebensstil. Ich habe viele Jahre in Ostafrika gearbeitet und dort immer wieder erfahren, mit welch großer Selbstverständlichkeit die Menschen von ihrem Glauben gesprochen haben. Sie sind stolz auf diesen Glauben und darauf, zur christlichen Gemeinde zu gehören und sie erzählen gerne davon. Anfangs hat es mich erstaunt, später habe ich es bewundert. Für viele hier in Deutschland ist "glauben" doch eher eine Privatsache. Es fällt den meisten schwer, davon zu erzählen, woran sie glauben. Manchen scheint es so, als sei ihr Glaube schon immer da gewesen. Als sei da gar keine Entscheidung für nötig gewesen. Andere wollen ihre Mitmenschen nicht überrumpeln oder sich lächerlich machen und behalten ihren Glauben lieber für sich.

Pastor Friedrich von Bodelschwingh, der erste große Leiter der „von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel“, hat einen interessanten Satz gesagt: „Ein Bettler sagt dem anderen wo es Brot gibt.“ Das kann man wunderbar auf den Glauben übertragen. Denn genauso ist es, wenn Christen von ihrem Glauben erzählen.

Glaube an Gott ist so lebensnotwendig wie zu wissen, wo es Brot gibt. Und zwar kostenlos und umsonst. Glaube ist Nahrung für die Seele und Kraftquelle für den Körper. Ohne Glauben müsste ich alle Dinge im Leben aus mir selbst heraus schaffen. Der Glaube an Gott und Jesus Christus gibt mir Rückhalt - besonders in schwierigen Zeiten. Manchmal stehe ich dann da: Hilflos, bettelarm an Mut und Möglichkeiten, an Kraft und Vertrauen. Oder tatsächlich verarmt, ohne Arbeit, ohne Geld. Was für ein Geschenk ist dann der Glaube. Das Vertrauen, dass es trotz allem weitergeht. Die Hoffnung, dass ich Hilfe bekomme, dass die Gemeinschaft mich nicht untergehen lässt oder dass ich selbst eine Lösung finde.

Wir sind in der so genannten Karwoche. Das sind die Tage des Abschieds Jesu von seinen Jüngern. Jesus hat ihnen besonders in diesen Tagen vor seiner Hinrichtung immer wieder versichert: Egal was kommt, egal was mit mir passiert ihr könnt sicher sein: Gott ist an eurer Seite. Glaubt und vertraut! Das wird euch Kraft geben in den schweren Tagen, die kommen und Zuversicht für eine gute Zukunft trotz aller Zweifel und Ängste.

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