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katholisch

Kirche in WDR 3 | 07.08.2017 | 07:50 Uhr

Heilige – Visitenkarten Gottes

Guten Morgen!

Als Weihbischof habe ich eine Visitenkarte und ich setze sie gerne ein. Jemanden eine Visitenkarte zu geben, bedeutet für mich mehr als nur Kontaktdaten weiterzureichen. Darin liegt die Botschaft: Ich bin für Sie da! Gerne können Sie mich kontaktieren. Ihren Wert hat die Visitenkarte nicht aus sich selbst, sondern nur in Verbundenheit mit mir.

Die hl. Mutter Teresa von Kalkutta hatte auch eine Visitenkarte, die sie tausendfach verschenkte. Folgendes stand auf der Vorderseite:

Sprecherin:

„Die Frucht des Schweigens ist das Gebet. Die Frucht des Gebetes ist der Glaube. Die Frucht des Glaubens ist die Liebe. Die Frucht der Liebe ist der Dienst. Die Frucht des Dienstes ist der Friede.“

Auf der Rückseite stand:

Sprecherin:

„Maria, Mutter Jesu, sei meine Mutter.“

Die Visitenkarte von Mutter Theresa enthielt also keine Information über ihre Person, dafür aber ein ganzes Programm, wie ein Mensch als Kinder Gottes leben und die Zuwendung Gottes sichtbar machen kann.

Auch bald 20 Jahre nach ihrem Tod sehen viele Menschen in Mutter Theresas Leben das besonders verwirklicht: dieses Programm der Zuwendung Gottes.

Wenn man so will, sind Heilige Visitenkarten Gottes. Heilige sind Menschen, die besonders mit Gott verbunden sind. Sie machen ein kleines Detail der Größe und Güte Gottes sichtbar. In dieser Woche möchte ich Ihnen Heilige vorstellen, deren Gedenktag an diesem jeweiligen Tag ist. Wer das Leben von Heiligen anschaut, erfährt etwas über Gott: Er wirkt immer und jeden Tag durch Menschen, die mit ihm verbunden sind. Gott will durch Menschen in dieser Welt sichtbar werden.

Das gilt übrigens nicht nur für offiziell heiliggesprochene Menschen. Der Apostel Paulus hat alle Getauften „Heilige“ genannt. Und da stimme ich ihm zu: Jeder Getaufte ist in besonderer Weise eine Visitenkarte Gottes. Sie sind ein Ausweis der Nähe Gottes. Dieses Geschenk der Nähe Gottes wird dann auch zum Auftrag, als Kind Gottes zu leben. Eine Visitenkarte lebt von dem, der sie gibt. Wer alltäglich mit Gott verbunden lebt, der verweist auf ihn.

Liebe Hörerinnen und Hörer: Sie werden heute Menschen begegnen. Da bin ich mir sicher. Und es liegt an Ihnen, für diese Menschen eine Visitenkarte Gottes zu sein. Und das ist keine schwere Übung.

Die hl. Mutter Teresa wurde einmal gefragt, wie das denn geht. Sie antwortete:

Sprecherin:

„Sorgt dafür, dass die Menschen, die zu euch kommen, ein wenig glücklicher von euch weggehen.“

Sie merken: es geht um das alltägliche Miteinander – Heiligkeit ist alltäglich. Ein freundliches Lächeln für einen Menschen, den man eigentlich gar nicht anlächeln möchte. Ein freundliches ‚Guten Morgen‘, eine bissige Bemerkung weniger, ein wenig Zuvorkommenheit im Straßenverkehr. Die Gelegenheiten sind unzählig.

Einen guten Start in diese Arbeitswoche mit glücklichen Momenten wünscht,

Ihr Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof in Köln

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