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Kirche in WDR 2 | 25.09.2018 | 05:55 Uhr

Helfen auf Lesbos: Cathrine und Russel de Young

O-Ton: (Overvoice) Sie wollten, dass Leute in einem Flüchtlings-Camp helfen in Lesbos, Griechenland. Das war eine Gelegenheit. Wir glauben, Gott möchte, dass wir das tun. Also haben wir entschieden, da mitzumachen.

Autor: Ein amerikanisches Ehepaar, dass seinen Europa-Urlaub auf Lesbos verbringt und Geflüchteten hilft? Cathrine und Russel de Young haben genau das gemacht. Ihre Kirchengemeinde in Newport News, Virginia, hat die Fahrt organisiert.

O-Ton: (Overvoice) Die meisten Aufgaben im Camp werden von Freiwilligen übernommen. Von christlichen Organisationen. Und ich wurde dahin geschickt, wo die Flüchtlinge zuerst ankommen. Männer, Frauen und Kinder.

Autor: Für alle, die neu ankommen, hat Chathrine de Young die Erstausstattung zusammen gestellt: einen Schlafsack, zwei Sets von Kleidung, ein Handtuch, Waschzeug und ein paar Sandalen. Zu Hause in den Staaten lehrt sie Geschichte am College.

O-Ton: (Overvoice) Ich fand, es war ein großes Privileg, die erste zu sein, die sie begrüßte. Eine der ersten. Ich war diejenige, die ihnen zu essen gab, wenn sie aus dem Bus stiegen. Als sie von den Booten gebracht wurden, um erfasst zu werden. Man kann sich vorstellen, in welchem Zustand sie waren. Alle sahen wie unter Schock aus, viele waren sehr erleichtert, weil sie die Flucht erfolgreich überstanden hatten.

Autor: Cathrine de Young kann kaum beschreiben, was sie am meisten bewegt hat.

O-Ton: (Overvoice) Es ist einfach jedes Mal, wenn du richtig in Verbindung kommst. Du schaust jemandem in die Augen und siehst einen anderen Menschen. Eine Person, die als Gottes Ebenbild geschaffen ist. Und die jetzt Hilfe braucht. Es war einfach ein Privileg, da zu sein, bei Ihnen zu sein in diesem Moment.

Autor: Das Camp ist für 2000 Menschen ausgelegt und mit 7200 völlig überfüllt, berichtet Russel de Young. Er ist Physiker, 72, und im Ruhestand. Er hat geholfen, im Lager neue Zelte aufzubauen. Eins war für eine Familie aus Afghanistan.

O-Ton: (Overvoice) Es war bewegend. Manche dieser Leute sind Ärzte, gebildete Menschen, und sie haben sich entschieden, alles zu verlassen. Um in einem Zelt zu leben unter schwierigen Umständen. Damit ihre Familie ein besseres Leben haben kann in der Zukunft. Da ist viel Hoffnung auf eine bessere Zukunft für sie.

Autor: Sichtlich bewegt erzählt er davon, warum die Flüchtlinge ihre Heimat verlassen mussten:

O-Ton: (Overvoice) Viele Syrer sind dort. Viele von ihnen wurden bombardiert. Einige ihrer Familien waren im Krieg zu Tode gekommen Es ist unglaublich, was sie auf sich genommen haben, um zu diesem Camp zu gelangen.

Autor: Seine Frau Cathrine betont:

O-Ton: (Overvoice) Sie sind sehr respektvoll älteren Menschen gegenüber. Ich wurde „Tante“ oder „Mama“ genannt. Sie waren sehr liebevoll, es war sehr bewegend. Ich musste dann auch an diejenigen denken, die sie vielleicht zurückgelassen hatten, vielleicht ältere Verwandte.

Autor: Vierzehn Tage auf Lesbos im Flüchtlingscamp:

O-Ton: (Overvoice) Das ist die größte humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Jetzt nichts zu tun: Wie könnten wir jemals unseren Enkeln in die Augen sehen, wenn wir doch die Möglichkeit hatten. Manchmal ist es so überwältigend, dann will man davon verschont werden. Was also kannst du als einzelne tun? Für uns gilt: Wenigstens können wir Zeugen sein. Und Menschen berichten, was passiert. Also ja: das war es wert.

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