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katholisch

Kirche in WDR 3 | 11.08.2017 | 07:50 Uhr

Hl. Clara – Gutes tun, steckt an!

Guten Morgen!

Gutes tun ist ansteckend! Ein klassisches Beispiel dafür ist die hl. Clara von Assisi, eine Zeitgenossin des hl. Franziskus von Assisi. Vielleicht kannten sich beide schon als Kinder und waren sozusagen „Sandkastenfreunde“. Ebenso wie Franziskus stammte Clara aus einem wohlhabenden Haus, einem Adelsgeschlecht. Das Beispiel des hl. Franziskus beeindruckte sie sehr. Mit ihrer Schwester schloss sie sich dem hl. Franziskus an und gründete eine eigene Ordensgemeinschaft, die rasch wuchs. Ziel dieser Ordensgemeinschaften: Radikal nach dem Evangelium leben in völliger Armut. Diese Ziele formulierte Clara als Regel für ihre Gemeinschaft. Der Papst hielt sie für viel zu streng und bestätigte sie erst kurz vor ihrem Tod.

Franziskus und die Franziskaner auf der einen Seite, Clara und die Clarissen auf der anderen Seite lösten eine ganze Bewegung aus, die vorlebte, dass die wahren Reichtümer nicht die materiellen Güter sind. Ein Beispiel, das eine Erneuerung der gesamten Kirche einleitete. Gutes tun ist eben ansteckend.

Wir erleben ja häufig das Gegenteil. Wir hören von Terroristen, die Menschen ohne Perspektive in ihren Bann ziehen und dazu verleiten, ebenfalls Terroristen zu werden. Aber es gibt nicht nur diese dunkle Ansteckungsgefahr. Dagegen stehen Menschen wie Franziskus und Clara an, sie gelten als Lichtpunkte der Menschheitsgeschichte. Diese zwei Menschen lösten vor über 800 Jahren eine ganze Bewegung aus. „Wer Mut zeigt, macht Mut.“, sagte der selige Adolf Kolping. Das geht auch heute. Es muss ja nicht gleich eine ganze Bewegung sein. Es lohnt sich, damit einfach einmal anzufangen.

Da gibt es zum Beispiel die allgemein beliebte, menschliche Versuchung des sogenannten „Lästerns“. Wie oft ziehen wir über nicht Anwesende Dritte mehr oder minder unverhohlen her. Manchmal harmlos, oft weniger harmlos. Das kann sich steigern bis zum Mobbing.

Was dagegen tun? Ich könnte zum Beispiel einfach mal nicht mitmachen. Ich könnte mich sozusagen zum Anwalt desjenigen machen, um den es geht und entlastende Argumente in das Gespräch einführen. So manches Gift würde damit aus zwischenmenschlichen Beziehungen entfernt, und mancher würde nachdenklich. Es kann auch ein ganz anderes Feld sein: einem Nachbarn einen wirtschaftlichen Erfolg gönnen, jemandem helfen, von dem ich keinen Lohn erwarte, was auch immer. Wer Gutes tut, steckt damit andere an.

Heute feiert die katholische Kirche den Gedenktag der hl. Clara. Sie kann uns eine gute Helferin sein, heute ein wenig mehr Gutes zu tun als gestern und damit andere anzustecken.

Ihr Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof in Köln

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