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Kirche in WDR 2 | 01.06.2018 | 05:55 Uhr

Hospize

„Nicht dem Leben mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben“ so lautet der berühmte Grundsatz von Cicely Saunders, der Gründerin des ersten Hospizes in England. Vor 50 Jahren gründete sie das St. Christophers Hospiz, um Menschen würdevoll und ohne Schmerzen beim Sterben zu begleiten.

In den achtziger Jahren gab es dann erste Hospize auch in Deutschland. 1990 finanzierte das Bundesministerium für Gesundheit 12 stationäre Palliativstationen in Deutschland, darunter das Hospiz in Lohmar Deesem, das ich damals einsegnen durfte.

Palliativ ist lateinisch und meint schmerzlindernd. Dann ging es flott weiter. 1994 wurde die deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin gegründet, ein Jahr darauf die deutsche Hospizstiftung. Die Palliativmedizin kommt 2005 ins Krankenhaus-Abrechnungssystem, seit 2008 finanziert die Krankenkasse auch die ambulante Palliativversorgung. Alles in allem eine wunderbare Entwicklung, wenn auch stationäre Hospize weiterhin nicht ohne deutliche Unterstützung durch Spenden auskommen.

Im Jahr 2002 hat die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, definiert, was Palliativversorgung meint. So lautet die Beschreibung: "Palliative Care dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen physischer, psychosozialer und spirituelle Natur.“

Es geht also um Körper, Geist und Seele.

Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben, am besten ohne Schmerzen und im Kreis der Familie. Dank der wunderbaren ambulanten Palliativdienste ist das möglich geworden. Wichtig ist natürlich auch ein Pflegedienst, der auch über längere Zeit einmal oder mehrmals am Tag kommt für die Grundpflege. Wenn es dann aber ans Sterben geht, sind die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten der Ärztinnen, Ärzte und Krankenschwestern der Palliativdienste unverzichtbar. Ohne sie müssten die Angehörigen einen Sterbenden wohl fast immer ins Krankenhaus einweisen lassen, weil nur dort Schmerzbehandlung möglich wäre.

Ich bewundere die Mitarbeiterinnen der Palliativambulanz in unserem Stadtbezirk. Einige Male schon habe ich Ihnen als Dankeszeichen Blumen gebracht, als sie wieder eine Sterbende so wunderbar begleiteten. Wie gut, dass es das gibt. Den Tagen mehr Leben geben, nicht dem Leben mehr Tage.

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