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Sonntagskirche | 10.09.2017 | 08:55 Uhr

Instagramblick

Ich liebe es im Internet unterwegs zu sein und das seit ein paar Jahren. Besonders auf Instagram. Das ist ein soziales Netzwerk, in dem nur Bilder gepostet werden. Die sind vor allen Dingen quadratisch. Manchmal habe ich den Eindruck ich guck schon viereckig. In meinem Alltag gibt es immer wieder Situationen, in denen ich mit dem Smartphone ein Foto machen und es auf Instagram poste. Dabei ist es selten mein Essen und fast gar nie ein Bild von mir selber ein so genanntes Selfie. Ich halte lieber Momente fest in denen ich etwas Außergewöhnliches, etwas Schönes sehe, etwas Besonderes eben.

Seit ich mit dieser Brille durch die Gegend laufe, halte ich auch schon mal öfters mit dem Auto an, auf dem Weg zur Arbeit. Da komme ich regelmäßig am Rhein in Bonn entlang und bin schon ganz gespannt ob ich das Siebengebirge am Morgen entdecken kann oder nicht. Ob es ein besonderes Licht gibt oder nicht. Manchmal ist auch der Nebel interessant.

Früher war das alles einfach Wetter. Jetzt denke ich oft genug: Wie kann ich den Moment festhalten?

Dadurch, dass ich ans Fotografieren denke, nehme ich die Momente anders wahr.

Instagram hat mein Sehen verändert. Das hat mein Sinn für Details geschärft, für beson-dere Farben und Formen. Und es macht manchmal Spaß, aufzugreifen was andere re-gelmäßig machen: Sonntags posten einige immer ein Auto, freitags ein Treppenhaus mittwochs eine Lampe. Das sind Rituale, die irgendwie entstanden sind.

Weil es Instagram gibt weiß ich aus meinem näheren Umfeld wie bestimmte Lieblingsstellen im Laufe des Jahres aussehen wie sie sich verändern. Das ist für mich immer wieder das Siebengebirge, Königswinter, mit dem Drachenfels. Manchmal ist der im Nebel verschwunden. Im Frühjahr blüht der Raps. Und und und. Besonders schön morgens oder Abendlicht. Immer immer wieder die gleichen Motive zu fotografieren, hat für mich was mit Heimat zu tun. Da geht mir das Herz auf…Meine Instagram-Liebe hat meinen Blick für das Leben wacher gemacht.

Und wenn ich Leute irgendwo stehen sehe, das Smartphone als Kamera in der Hand, guck ich oft neugierig dort hin, wohin sie blicken. Es gibt so viel Schönheit, auch im Alltag, zu entdecken.

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