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Hörmal | 11.03.2018 | 07:45 Uhr

Johnny Appleseed Day

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Der Satz wird Martin Luther zugeschrieben – aber er passt genau zu dem heutigen Gedenktag. Heute wird nämlich in vielen amerikanischen Bundesstaaten der Johnny Appleseed Day begangen. Bei uns ist der Mann mit dem lustigen Nachnamen weitgehend unbekannt, die USA feiern ihn als legendäre Pionierfigur.

Johnny Appleseed hieß eigentlich Johnny Chapman und lebte vor 200 Jahren. Er wird bis heute gefeiert, weil er der berühmteste Pflanzer von Apfelbäumen ist und zu deren Verbreitung im mittleren Westen der USA beitrug. Sein Name Appleseed, also Apfelkern (apple seed), war Programm: Er zog durchs Land, pflanzte Apfelbäume in Baumschulen, die er dann anderen Leuten übertrug, um selbst weiterzuziehen. Nach ein paar Jahren kehrte er zurück, um nach den Bäumen zu sehen. So entstanden über das Land verteilt immer mehr Apfelplantagen. Der heutige Gedenktag geht auf seinen Todestag zurück und fällt mit dem Beginn der Aussaat von Apfelkernen im Frühjahr zusammen.

Johnny Appleseed ist in Amerika so bekannt, dass er es sogar zu einer Comicfigur von Walt Disney in einem Film gebracht hat. Es heißt, seine Äpfel hätten die Produktion von Apfelwein beflügelt, weswegen er auch als amerikanischer Weingott bezeichnet wird.

Johnny Appleseed war aber nicht nur Bäumchenpflanzer, sondern auch Missionar. Er gehörte zur sogenannten Neuen Kirche, einer christlichen Bewegung aus dem 18. Jahrhundert, die sich auf den Naturphilosophen und Theologen Emanuel Swedenborg beruft. Wenn Appleseed durch das Land zog, um neue Apfelplantagen zu bilden, predigte er den Erwachsenen das Evangelium von der neuen Kirche und erzählte den Kindern Geschichten oder sang Lieder. Ein Danklied wird ihm in den Mund gelegt, das noch heute als Tischgebet gesungen wird. Darin dankt Johnny Appleseed Gott für alles, was er zum Leben braucht, die Sonne, den Regen und natürlich auch für die Apfelkerne, um damit neue Bäume zu pflanzen.

Man muss kein Fan von Johnny Appleseed sein, aber die Idee des Bäume-Pflanzens, die ist heute mehr denn je richtig. Wenn alle zwei Sekunden ein Waldgebiet von der Größe eines Fußballfeldes zerstört wird , dann tut Aufforstung Not. Ob die Vereinten Nationen oder kirchliche Hilfswerke wie Adveniat: Sie alle warnen vor der katastrophalen Waldvernichtung. Und sie werben für Aufforstung – weltweit, damit alle Menschen auf der einen Erde besser leben können.

Wie war noch mal der Satz, der Martin Luther zugeschrieben wird: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Es muss nicht erst Weltuntergangsstimmung strapaziert werden. Aber schon einmal Bäume zu pflanzen, wie es Johnny Appleseed vor 200 Jahren getan hat, das wäre heute der richtige Schritt, um auch morgen noch Gott danken zu können.

Quelle: Vgl. http://www.dgvn.de/themenschwerpunkte/waelder-abholzung/ abgerufen am 17.02.2018, 20:00 Uhr.

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