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Kirche in WDR 2 | 19.12.2015 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Unsere kleine Schwester

Wie machen wir das mit der Beerdigung? - Ich habe Nachtschicht, ich kann nicht! - Wirklich? - Ist keine große Sache! - Du kannst doch dahin fahren. Nimm meinetwegen Chika mit! - Was?

Die drei wissen nicht so richtig, wie sie sich verhalten sollen. Ihr Vater ist gestorben. Aber seit 15 Jahren haben sie keinen Kontakt mehr zu ihm. Damals hat er sie und ihre Mutter sitzen lassen wegen einer anderen Frau.

Tja, und er hat anscheinend ne Tochter. - Wir haben also ne kleine Schwester? - Sieht so aus, Ja!

Jedenfalls fahren die drei Schwestern zur Beerdigung aufs Land. Dabei treffen sie zum ersten Mal ihre Halbschwester Suzu. Und da die 13jährige niemanden mehr hat, der sich um sie kümmert, schlagen ihr die älteren Schwestern vor, mit ihnen zu kommen und bei ihnen zu wohnen.

Wir könnten auch zu viert zusammen wohnen! Unser Haus ist sehr alt, aber es ist geradezu riesig. Weißt Du, wir geh’n alle arbeiten und könnten für Dich sorgen.

Die junge Suzu bringt das Leben der drei Schwestern gehörig durcheinander. Und auch Suzu muss sich an das Leben in ihrer neuen Familie erst noch gewöhnen.

Davon erzählt der japanische Film “Unsere kleine Schwester”, der seit Donnerstag im Kino läuft.

Es geht um Traditionen und Rituale. Und viel ums Essen. Denn gerade dabei finden die drei zusammen.

Hallo, Ihr vier! - Guten Abend! Hallo! - Ich kann mich nicht erinnern, dass ihr mal alle zusammen hier wart! Ist das schön! - Wir hatten so richtig Lust auf Ihr Essen! - Freut mich, dass es Euch bei mir schmeckt! - Was nehm’ ich denn alles? - Ich krieg erstmal ein Bier! - Gut! - Und dann nehm’ ich die eingelegten Makrelen! - Das wollten heute viele. Die gibt es leider nicht mehr! - Was? - Oh! - Ich krieg dann die frittierten Makrelen! Und ein Bier! - Wie ausgefallen”! - Dann nehm’ ich die auch! - Ich krieg das Gleiche! - Aber ohne Bier, Suzu, ja! - Das kann ich mir schon denken! - Wie frech!

In der Küche, beim Kochen, können sie auch über das sprechen, was zwischen ihnen steht. Auch über Schuld und Versagen, über Verletzungen und Brüche. Auch über den toten Vater.

Das tut mir leid, mit meiner Mutter die Sache! - Du musst Dich doch nicht entschuldigen! Es hat nichts mit Dir zu tun! - Man darf sich nicht in jemanden verlieben, der schon verheiratet ist. Das macht man nicht, das ist nicht richtig. - Bitte entschuldige. Diese alten Geschichten sind traurig. Wir wollten Dich nicht verletzen. Ich sag Dir mal was! Es ist einfach passiert! Es konnte niemand was dafür! Glaub mir, keiner war schuld daran!

Es ist wohl kein Zufall, dass der Film “Unsere kleine Schwester” über Weihnachten im Kino läuft. Denn an Weihnachten treffen die meisten Menschen ihre Familie - und essen zusammen. Und werden sich bewusst, was sie miteinander verbindet, aber auch, wo sie sich auseinander gelebt haben. Und vielleicht, hoffentlich, gelingt es ihnen, miteinander zu reden. Ehrlich zu reden.

Bildrechte: Pixabay

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