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Kirche in WDR 2 | 19.05.2018 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

»Wohne lieber ungewöhnlich«

Großfamilien sind ja sehr konservativ. Aber Patchworkfamilien - das ist Zeitgeist!

Sophie heiratet grade zum dritten Mal. Ihr Sohn Bastien, aus erster Ehe, macht sich wenig Hoffnungen, dass es diesmal hält. Und die Statistik gibt ihm recht!

Die Hälfte aller Ehen werden innerhalb von drei Jahren wieder geschieden. Ein Viertel in den folgenden zehn Jahren. Zum Zeitpunkt der Scheidung haben wir im Durchschnitt 1,2 Kinder. Die meisten von uns heiraten nach einem Jahr wieder und bekommen noch ein Kind, um die neue Beziehung zu besiegeln, die nach fünf Jahren erneut mit einer Scheidung endet.

Um eine riesige - und ziemlich unübersichtliche - Patchworkfamilie geht es in der französischen Kommödie “Wohne lieber ungewöhnlich”. Seit Donnerstag läuft der Film im Kino. Bastien hat sechs Halbgeschwister, acht Erziehungsberechtigte und ebenso viele Zuhause. Mit einem ausgeklügelten Besuchssystem. Kein Wunder, dass da nicht mal die Erwachsenen durchblicken.

Ich dachte, Bastien wäre bei dir! - Nicht doch, bei mir ist er nicht! - Hugo, wo ist mein Sohn? Wo ist er? - Aber ich bin in London! - Ich bin in einem Meeting! - Claude, denk nach, weißt du wirklich nicht, wo Clara ist? - Nein, ich verstehe gar nichts! Ja, Inspektor, sieben Kinder. Ja, meine. Halt, zwei gehören mir, drei meiner Ex-Frau und eins ... Wo sind bloß die Kinder!

Die Kinder sind das Nomaden-Dasein leid. Sie besetzen eine Wohnung und zwingen ihre Eltern, ab jetzt abwechselnd zu ihnen zu kommen. Nach einem sorgfältig ausgedachten Erziehungsplan sollen sich die Papas und Mamas ab jetzt um die Kinder und ihre WG organisieren. Ein Patchwork-Ping-Pong, bei dem die Erwachsenen lernen müssen, nicht mehr nur an sich selbst zu denken, sondern an die Familie.Und manches wissen die Kinder sowieso besser als ihre Eltern.

Die Bluse ist aus Polyester und das T-Shirt ist aus Jersey. Was davon kommt in die Feinwäsche und was nicht? - Und erklär ihr auch das mit den Farben! - Mannomann, jetzt bring sie nicht total durcheinander!

Nicht jede Familie ist so kompliziert und unübersichtlich wie die Patchworkfamilie im Film. Aber jede Familie muss sich zusammenraufen. Und in jeder Familie müssen Menschen miteinander auskommen. Hier lernen sie, miteinander zu reden und auch, allein zu sein, zusammen zu lachen und zu weinen, viele Feste und ganz, ganz viel Alltag. Kinder lernen von ihren Eltern und Eltern lernen von ihren Kindern. Das kann sehr anstrengend sein. Aber ist das nicht toll?

Um eine Familie zu sein, muss man zusammenleben. Nicht nur jede zweite Woche, sondern an jedem Tag in der Woche. Wie sagt Lévi-Strauss: Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft! Hm!

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