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Kirche in WDR 2 | 27.05.2014 | 05:55 Uhr

Kunst kann´s

Wenn das nicht im Sinne Jesu ist: Das Familienministerium plant bis zu 55.000 Kinder aus dem syrischen Krieg nach Deutschland zu holen. 150 000 Tote hat der Krieg bisher gefordert. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Der Syrien Sonderbeauftragte der UNO Brahimi gibt auf - nach zwei Jahren vergeblichen Ringens um eine Annährung, um eine befriedende Lösung.

Wie bei der Rettungsaktion der Briten 1938/39, als die Engländer 10.000 jüdische Kinder aus Nazideutschland retten – so könnte es sein.

Informieren kann man sich auf der Webseite: kindertransporthife-des-bundes.de. Flyer fassen das Programm zusammen, man kann ein Bewerbungsformular herunterladen, detailliert werden praktische Fragen beantwortet: zur finanziellen Unterstützung, zur arabischen Welt, zu juristischen Fragen.

Auf Bildern halten syrische Kinder Plakate auf den in großen Buchstaben zu lesen ist: Danke! Mit einem Foto der Familienministerin Manuela Schleswig.

Super, dachte ich, wenn das nicht im Sinne Jesu ist. Aber: Das ganze Projekt ist leider nur eine Kunstaktion! Organisiert und erdacht von der Künstlergemeinschaft „Zentrum für politische Schönheit.“

Die Aktion ist genau ausgearbeitet und wurde dem Bundesfamilienministerium als komplettes Projekt übergeben – gebrauchsfertig sozusagen.

Die Dementies ließen nicht lange auf sich warten. Nein, es handle sich nicht um eine Aktion des Ministeriums. Fakt ist 10.000 Syrer will das deutsche Innenministerium aufnehmen. Millionen sind auf der Flucht. Philipp Ruch,, Initiator der Aktion, sagt von sich: „Bei mir ist etwas schiefgelaufen in der Schule, für mich ist der Satz „Nie wieder Ausschwitz“ tatsächlich Verpflichtung. Und heute da ginge es nicht anders, man müsse so Ruch „ das Herz der Deutschen mit der Brechstange öffnen.“

Eines der jüdischen Kinder, ein heute 87jähriger Mann, der durch die englische Kinderrettungsaktion 1938 gerettet worden ist, unterstützt die Aktion.

Bitter real - das Ganze. Fast beschämend. Der Krieg, die Kinder, und wir hier. Sicher. Wir tragen nicht die Last der Welt. Und die Fülle, in der die Meisten hier leben, zu genießen ist keine Sünde. Nur: Es geht nicht um entweder oder.

Entweder Fülle genießen und Leiden ausblenden oder Leiden teilen und nach Möglichkeit lindern und nicht genießen. Es geht um das UND. Genießen und teilen, Leid lindern. Zu einfach? Wirklich? Könnten wir das nicht tun?

Kunst kann, was meine evangelische Kirche deutlicher können sollte. Sagen, zeigen, fragen: warum nicht? Warum nicht wir?

Von Albert Einstein stammt der Satz: „Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts.“

Gottes Geist weht ja bekanntlich wo er oder sie will. In das Zentrum für politische Schönheit scheint er eingefahren zu sein. Ganz im Sinne Jesu.

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