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katholisch

Kirche in WDR 4 | 11.08.2017 | 08:55 Uhr

Mariä Himmelfahrt

Nächsten Dienstag ist für die meisten in Deutschland Arbeitstag, aber manche haben frei!

Es ist nicht Vatertag, also Christi Himmelfahrt zehn Tage vor Pfingsten, sondern das Fest „Maria Himmelfahrt“. Feiertag ist es im Saarland und in den katholischen Gegenden in Bayern. Wie kommt denn das?

1950, also vor bald 70 Jahren verkündete Papst Pius der Zwölfte das Dogma, also die feste Glaubensüberzeugung, dass Maria, die Mutter Jesu, mit Leib und Seele in den Himmel gekommen sei. Wie kam es dazu?

Dieses Dogma von der Muttergottes ist das letzte, das ein Papst verkündet hat. Die meisten denken jetzt an die Unfehlbarkeit und sagen igitt, wie kann denn einer allein wissen, was die Wahrheit ist. Genau das Gegenteil meint aber ein Dogma: es geht um das, was ALLE glauben.

Einer, der Papst, stellt es mit seinem Team fest und verkündet es. So war es auch mit Maria Himmelfahrt. Am 1. Mai 1946, also kurz nach dem schrecklichen Weltkrieg, fragt der Papst alle Bischöfe der Welt: Glauben die katholischen Christen, dass Maria im Himmel ist, mit Haut und Haar, mit Leib und Seele. Nach vier Jahren war klar: Alle ausnahmslos glauben das. Was auch kein Wunder ist, den seit dem fünften Jahr hundert glaubten es die Christen. Aber es war noch kein Dogma. Das hätte es auch nicht werden müssen, denn die meisten Dinge, an die wir Menschen glauben, sind ja nicht dogmatisiert.

Aber der Papst dachte wohl nach dem Weltkrieg, jetzt müsse ein Friedenszeichen her. Und Maria wird ja als Königin des Friedens verehrt. Ihm war klar, dass er nur verkünden darf, was auch alle glauben. Dies hat das Zweite Vatikanische Konzil dann später deutlich unterstrichen.

Was kann dieses Fest heute bedeuten? Anselm Grün, der Benediktinerpater und Bestsellerautor sieht den Sinn des Festes darin, dass es von aller Leibfeindlichkeit befreit. Und: Wenn Maria mit Leib und Seele im Himmel ist, dann steht er auch für uns alle offen.

Schadet das Fest jetzt im Lutherjahr, 500 Jahre nach der Reformation? Eher nicht. Natürlich stoßen sich protestantische Christen an der Unfehlbarkeit des Papstes, so demokratisch fundiert sie auch sein mag. Aber Martin Luther war ein großer Verehrer der Muttergottes. Im neuen katholischen Gebetbuch steht ein glühendes Gebet von ihm zu Maria. Wer es nachlesen will: Seite 60.

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