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Kirche in WDR 2 | 16.03.2017 | 05:55 Uhr

Moonlight

Autor: Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und eine besonders beeindruckende Geschichte gibt’s im Kino und die heißt ´Moonlight´. Erzählt wird die Story von Chiron. Der wächst im sonnigen Miami auf, steht aber sonst der auf der Schattenseite des Lebens. Er hat eine drogenabhängige Mutter und wird von seinen Mitschülern gemobbt. Als er von zuhause abhaut findet ihn Drogendealer Juan und bringt ihn zurück nach Hause

O-Ton „Was ist passiert? Hä? Was ist passiert Chiron? Hä? Du weißt doch, dass du abends zuhause sein sollst. Hä! Und wer sind sie? Niemand! Ich habe ihn gestern gefunden

Er hatte ne Heidenangst. Hat mir erst heute Morgen gesagt, wo er wohnt.“

Autor: Ausgerechnet Drogendealer Juan und seine Freundin nehmen Chiron unter ihre Fittiche. Hier erfährt er erstmals Wertschätzung und Annahme.

O-Ton „Was ist los? Nichts! Alles ok! Nein! Du siehst nicht so aus, als wäre alles ok. Hör auf in meinem Haus den Kopf hängen zu lassen. Du kennst meine Regeln. In meinem Haus gibt es nur Liebe und Stolz. Verstehts du mich? Ja, ich verstehe dich! Ok!“

Autor: Liebe und Stolz – Danach sucht Chiron. Und zwar ein Leben lang. Und die Zuschauer begleiten ihn dabei. Das Besondere an ´Moonlight´ist nämlich: Chirons Leben wird in drei Kapiteln erzählt. Drei verschiedene Schauspieler verkörpern die Geschichte des siebenjährigen Jungen, des 14jährigen Teenagers und des 24jährigen homosexuellen, afroamerikanischen Mannes, der seinen Platz im Leben sucht. Mit schlechten Startvorrausetzungen, vielen Hindernissen und einem Ziel: Endlich ankommen!

O-Ton „An einem bestimmten Punkt musst du dich entscheiden, wer du sein willst. Und niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen.“

Autor: Die Produzentin des Films, Adele Romanski, fasst die Geschichte treffend zusammen: ´Selbst als weiße Frau konnte ich mich mit Chirons Geschichte identifizieren. Viele Menschen erleben Ausgrenzung, ungeachtet der Hautfarbe, des Geschlechts, Alters oder sexueller Orientierung. Obwohl Moonlight im Grunde die Geschichte eines schwulen Farbigen ist, ist es im Kern ein universeller Film darüber, wie es ist, anders zu sein.´

Ungeachtet des Ausgangs der Geschichte beschäftigen mich nach diesem Film existenzielle Fragen. ´Moonlight´ fordert mich heraus: Wie und wann entscheide ich, wer ich bin? Wann entscheiden es andere, obwohl ich es gar nicht will? Wo bremse ich mich oder meine Mitmenschen? Wo unterstütze ich sie? Wie gehe ich mit vorgefertigten Meinungen um?

Der Film schafft es, die Handlung von der Leinwand in mein Leben zu übertragen.

Den Hintergrund von ´Moonlight´ stellt übrigens eine wahre Geschichte. Im Rahmen eines Theater-Schulprojekts schrieb der Schauspieler Tarell Alvin McCraney ein Theaterstück über sich selbst, über seine Erlebnisse als homosexueller Jugendlicher in Liberty City, einem Stadtteil von Miami. Es wurde nie aufgeführt. Und nun hat seine Geschichte bereits den Oscar gewonnen - als ´Bester Film 2017´.

Die besten Geschichten schreibt eben das Leben.

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