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katholisch

Kirche in WDR 2 | 08.03.2018 | 05:55 Uhr

Oma

„Suche hilfsbereite, belastbare Frau in den besten Jahren mit viel Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen, Zeit und einem Herz für Kinder. Sie sollte immer da sein, wenn sie gebraucht wird und jederzeit verfügbar sein – aber kein Geld erwarten.“

Nicht nur am heutigen Weltfrauentag würde sich wohl niemand auf diese Anzeige melden. Oder? Tatsächlich gibt es in Deutschland hunderttausende Frauen, auf die trifft diese Beschreibung zu: Omas. Sie holen die Kinder von der Schule ab, kümmern sich als Babysitter um die Kinder, wenn die Eltern mal ausgehen, passen im Urlaub auf die Haustiere auf und kochen nach der Reise unser Lieblingsessen. Meine Schwiegermutter zum Beispiel. Sie wohnt gleich nebenan und ihre Familie ist für sie das Wichtigste im Leben. Sie gibt ehrliche Ratschläge, hält sich aber mit ihrer Meinung zurück, wenn sie merkt, dass es doch nichts bringt. Sie ist temperamentvoll, verständnisvoll und sehr gerecht. So eine Oma braucht jede Familie.

Auch ich hatte eine tolle Oma. Als ich dann meinen Führerschein hatte, habe ich sie sonntags regelmäßig zu Hause abgeholt. Unterwegs hat sie mir Geschichten von früher erzählt – traurige und lustige. Auch über unerfüllte Wünsche. Aber sie war nicht verbittert. Sie hat mit Mut gemacht, aus meinen Talenten das Beste zu machen und mich nicht einschüchtern zu lassen. In meiner Studienzeit habe ich bei ihr gewohnt. Wir waren eine etwas schräge, aber doch tolle Wohngemeinschaft. Ich denke oft an sie.

Heute müssen Mütter und Großmütter zusammenhalten, um den Alltag bewältigen zu können. Die Idee zum Weltfrauentag stammt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, als Frauen noch ums Wahlrecht kämpfen mussten. In der Politik sind Frauen heute zum Glück gleichberechtigt und so wie ich sind die meisten Mütter auch berufstätig. Zu Hause bleibt jedoch immer noch mehr Arbeit an den Müttern hängen als an den Vätern.

Gott sei Dank gibt es die Omas! Sie sind für mich die stillen Heldinnen des Alltags. Obwohl sie selbst Kinder aufgezogen und oft auch gearbeitet haben, legen sie sich heute nicht auf die faule Haut, sondern helfen mit, dass wir Beruf und Familie vereinbaren können. Danke, liebe Omas, dass Ihr da seid. Ihr seid ein Geschenk.

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