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Kirche in WDR 2 | 18.05.2018 | 05:55 Uhr

Pfingstgaben

Übermorgen ist Pfingsten. Der Montag ist auch noch arbeitsfrei. Und seit vielen Jahren wieder mal haben die Kinder eine Woche Schulferien. Heute Nachmittag fahren die Kinder aus unserem Veedel ins Pfingstzeltlager. Wunderbar.

Doch was hat das alles mit dem Fest zu tun? Worum geht es da eigentlich?

Es geht um die Gemeinschaft; um das, was alle angeht - das, was alle verstehen. So erzählt die Bibel, dass der Heilige Geist an Pfingsten bewirkt, dass Menschen aus fünfzig Sprachen Petrus verstehen können. Petrus ist keineswegs polyglott, spricht also 50 Sprachen, sondern alle verstehen IHN, als er erklärt, dass nun endlich klar ist, was Jesus wollte: die friedvolle Gemeinschaft der Menschen.

Was diese Gemeinschaft fördert, haben die Menschen dann im Mittelalter mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes ausgedrückt. Gerade heute sind die sehr aktuell, in einer Gesellschaft, die etwa unser Kölner Psychologe Stephan Grünewald als erschöpft beschreibt, die sich immer schneller dreht, wie im Hamsterrad.

Also hier die sieben Gaben des Geistes von Pfingsten, die uns Flügel verleihen sollen: Die Gabe der Weisheit. Das meint den Durchblick, hinter das Oberflächliche schauen.

Die Gabe der Stärke meint ein starkes, mutiges Herz. Es geht um Zuversicht. Heinz Bude schreibt in seinem Buch "Gesellschaft der Angst", die Menschen lebten zwar gut in Deutschland, viele dachten aber, das könne doch nicht ewig andauern. Stärke zeigt dann der, der sich nicht bange machen lässt.

Die Gabe des Rates. Rat geben und Rat annehmen. Austausch in der Gemeinschaft.

Die Gabe des Verstandes. Also unterscheiden‚ was wichtig und was unwichtig ist. Vieles ist einfach zu verstehen, nicht kompliziert. Zugleich ist es schwer, nicht leicht zu tun.

Die Gabe des Wissens; Hier geht es nicht um Wissenschaft, sondern um Entscheidungen im Leben. Also zu wissen, was gut für mich ist und was nicht.

Die Gabe der Frömmigkeit. Das meint nicht zuerst das fromme Gebet, sondern die Haltung der Dankbarkeit. Fast alles verdanken wir andern, und auch Gott.

Die Gabe der Gottesfurcht. Hier geht es nicht um Angst, sondern um Respekt. Wir alle sind nach Gottes Ebenbild geschaffen, also alle gleich viel wert.

Es sind anspruchsvolle Gaben, die der Geist an Pfingsten schenkt. Je mehr wir sie umsetzen, desto besser gelingt der Zusammenhalt. Das gilt ja auch für das Pfingstzeltlager, in das unsere Kinder heute Nachmittag starten. Ich wünsche Ihnen frohe Pfingsttage!

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