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Kirche in WDR 2 | 15.04.2014 | 05:55 Uhr

Prima Klima

Autorin: Es wurde mal wieder eng. Gestern Morgen beim Frühstück. Schnell noch das Brot schmieren, Jacken an, Schuhe und ab im Laufschritt - ins Auto. „Warum gehen wir nicht zu Fuß?“, fragt meine Tochter, „weil wir zu spät sind“, sage ich. Nach zwei, dreihundert Metern stehen wir. In einer Autoschlange vor der Kita. Auch in den anderen Autos Muttis und Vatis, die gestresst auf die Uhr schauen. Draußen die Schwaden aus Abgasen, drinnen quengelnde Kinder. Was für ein Wahnsinn!

O-Ton: Ja, den Wahnsinn könnte man vermeiden...

Autorin: sagt Dorothee Albrecht, von der Klimaschutzagentur der Evangelischen Kirche von Westfalen. Und sie hat auch Ideen wie...

O-Ton: Man könnte zum Beispiel mit den Kindern üben einfach zu Fuß zur Schule zu gehen oder zur Kita oder auch mal das Fahrrad oder den Roller nehmen…

Autorin: Nun gut, aber: Es muss doch häufig schnell gehen …

O-Ton: Zeit ist natürlich immer das Dilemma. Häufig ist es aber so auf diesen Strecken 1-5 Kilometer, das man mit dem Fahrrad meist genauso schnell oder häufig auch schneller als mit dem Auto ist, weil einfach in dieser Rushhour morgens um acht die Straßen voll sind, dann findet man keinen Parkplatz vor der Kita, es ist meistens schneller und deutlich stressfreier.

Autorin: Na ja, sie muss das ja sagen als Klimafrau. Aber: Vielleicht hat sie Recht? Stress am Morgen braucht niemand. Und dann kommt hinzu, sagt Dorothee Albrecht, dass man auch noch Geld sparen kann, wenn man auf diesen kurzen Strecken auf das Auto verzichtet.

O-Ton: Viele wissen gar nicht, dass wenn man den Motor kalt startet, er nicht die klassischen 6 Liter verbraucht, sondern dass man tatsächlich 30 Liter auf 100 Kilometer verbraucht und das ist schon eine ganze Menge. Und wenn man das noch in Euro und Cent umrechnet, kommt da bisschen was zusammen.

Autorin: Dorothee Albrecht hat noch jede Menge anderer Öko-Tipps. Die Umweltwissenschaftlerin versucht Menschen für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, auch in der Kirche übrigens.

O-Ton: Wir haben ein Klimaschutzkonzept entwickelt und führen Kampagnen durch in verschiedenen Bereichen wie z. B. in den Gebäuden der Kirche, zum Thema Mobilität, aber auch wie wir einkaufen.

Autorin: Die größten Einsparmöglichkeiten sieht sie im Bereich der über 5.000 Gebäude, die die Evangelische Kirche von Westfalen bewirtschaftet. Ein erster Schritt ist es, den Energieverbrauch zu analysieren und mit den Gemeinden zu überlegen, wo es möglich ist, z.B. Strom- oder Heizkosten einzusparen. Aus finanziellen Gründen, aber auch aus theologischen.

O-Ton: Kirche tritt schon ziemlich lange als politischer Akteur auf und hat sich früh z. B. gegen Atomkraft ausgesprochen, ja und wenn man so etwas fordert, sollte man sich auch an die eigene Nase fassen und vor der eigenen Tür zusehen, wo kann man denn etwas für die Erhaltung der Schöpfung tun.

Autorin: Schöpfung Bewahren. Eigentlich ist das auch mein Ziel. O.K. also beim nächsten Mal lasse ich mein Auto stehen. Meine Tochter hat ja Recht. Warum nicht zu Fuß gehen, zur Kita? Ohne Stau und Stress.

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