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katholisch

Radiogottesdienst | 11.02.2018 | 10:00 Uhr

Radiogottesdienst aus der Basilika St. Ida in Lippetal

Die Gemeinde:

Der Ort Herzfeld liegt direkt an der Lippe gelegen, ungefähr auf halber Strecke zwischen Beckum und Soest. Heute hat Herzfeld ungefähr 3300 Einwohner, von denen etwas mehr als zwei Drittel katholisch sind.

Seit 1969 ist Herzfeld Teil der Kommunalgemeinde Lippetal, die elf Dörfer umfasst und ca. 12000 Einwohner hat. Seit 2012 bildet Herzfeld gemeinsam mit dem Nachbarort Lippborg eine Kirchengemeinde.

Spannend ist, dass die Lippe, die mitten durch die Kommunalgemeinde fließt, hier die Grenze zwischen dem Bistum Münster und dem Erzbistum Paderborn darstellt. Diese Grenze trennt die Kirchengemeinden am Ort jedoch nicht, sondern verbindet sie: Auf der Paderborner und der Münsteraner Seite gibt es zwar je eine rechtlich selbstständige Pfarrei, doch beide Kirchengemeinden arbeiten auf eine einzigartige Art und Weise bistums- und lippeübergreifend zusammen. So arbeitet man schon seit Jahren bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung zusammen. Auch gibt es einen gemeinsamen Pastoralplan für beide Pfarreien. Dieser ist die Fortschreibung der bestehenden Kooperation. Er regelt für die Zukunft verbindlich die Zusammenarbeit, ohne dass die Indentität der einzelnen Gemeinden verloren geht.

Die heilige Ida:

Ida war eine Nichte Karls des Großen. Nach ihrer Vermählung mit dem Sachsenherzog Egbert verließ sie ihre Heimat und zog im Jahre 786 nach Westfalen zu seinen Gütern, die in der Nähe der heutigen Stadt Osnabrück lagen.

Auf dem Wege dorthin überquerten sie die Lippe auf einer Furt bei Hirutveldun (altsächsisch: Hirschfelder) und schlugen am rechten Flussufer ihr Zelt auf. In der folgenden Nacht erhielt Ida im Traum den Auftrag eines Engels, dort eine Kirche zu bauen. Diese Traumvision bestimmte von nun an ihr Handeln und Denken. Sie mühte sich um den Bau eines Gotteshauses und wurde so die Gründerin der ersten katholischen Gemeinde im Münsterland.

Die Reise nach Westfalen fiel in die Zeit des 30-jährigen Krieges zwischen den Sachsen und den Franken. Ida nahm in dieser Zeit die Sachsen in ihren Schutz. Der Hirsch, mit dem Ida oft abgebildet wird, ist ein Bild für die von den Franken gejagten Sachsen. Noch heute befindet sich der Hirsch im Wappen von Herzfeld.

Im Jahre 811 starb Idas Gemahl Egbert. An der Südseite der Kirche fand er seine letzte Ruhestätte. Über dem Grab wurde ein Portikus erbaut, wo Ida nach dem Tod Egberts wohnte. Dort, in unmittelbarer Nähe des Altars, widmete Ida sich ganz dem Gebet und der Sorge für die Gemeinde. Der Steinsarg diente dabei als Truhe für die Gaben, die sie zweimal am Tag an die Bedürftigen austeilte.

Am 4. September 825 starb Ida. Der Portikus mit ihrem Grab wurde zur ersten Wallfahrtsstätte Westfalens. 155 Jahre später, am 26. November 980, erhob Bischof Dodo von Münster die Gebeine Idas zur Ehre der Altäre. Heute ist der Sarkophag der hl. Ida, der Schrein mit ihren Reliquien und Reste der von ihr erbauten Kirche in der Grabkrypta zu sehen und laden ein zum betrachtenden Verweilen, zum Gedenken an die „Mutter der Armen” und zum Gebet.

Die Kirche:

St.-Ida-Basilika

Nach zwei Vorgängerbauten aus dem 8. und 13. Jahrhundert wurde die heutige St. Ida-Kirche in der Zeit von 1900 bis 1903 errichtet und am 13. Mai 1903 von Bischof Hermann Dingelstad geweiht. Sie gilt als Kunstwerk des Historismus.

Pfarr- und Wallfahrtskirche zugleich, ragt sie an derselben Stelle empor, wo die fränkische Gräfin Ida und ihr Gemahl, Herzog Egbert, um 790 die erste Kirche aus behauenen Steinen errichten ließen, auf einer vormals heidnischen Kulthöhe am rechten Ufer der Lippe.

Die heutige St. Ida-Basilika ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Dieses ist begründet vor allem durch die beeindruckenden Zeugnisse einer mehr als tausendjährigen Ida-Verehrung, die eine besondere Ehrung am 15. Oktober 2011 erhielt, als die Kirche von Papst Benedikt XVI. zur Päpstlichen Basilika erhoben wurde.

Die Schnitzaltäre und auch die übrige Einrichtung der neugotischen Wallfahrtskirche entstammen der sogenannten „Wiedenbrücker Schule“. Sehenswert sind u. a. der Hochaltar mit den großen Bildtafeln, der Taufbrunnen aus der Zeit von 1520, der Passionsaltar im südl. Seitenschiff mit Schnitzereien aus dem 16. Jh. und die Ida-Kapelle mit den drei neugotischen Ida-Fenstern. Den Mittelpunkt der Kirche bildet jedoch die Grabkrypta der hl. Ida mit den kostbaren Kunstwerken und den Reliquien der Heiligen. Das Hauptreliquiar und die Confessio mit dem wertvollen Ida-Schrein sind dabei die zentralen Bestandteile der Grabkrypta.

Quellenangabe:

Abschnitt 1: Pfr. Jochen Kosmann

Abschnitte 2 und 3: www.sankt-ida.de

Mitwirkende:

Zelebrant und:Pfarrer Jochen Kosmann

Kirchliche Leitung (KL):Pastoralreferent Mathias Albracht

Lektor/in: Monika Schultenkamp

Kantor:Werner Hanschke

Schola:Schola Cantorum, bestehend aus Mitgliedern des

Männergesangverein Herzfeld-Hovestadt

Instrument/e:Blechbläserensemble an St. Ida

Organist:Basilikaorganist Jörg Bücker

Musikalische Leitung:Basilikaorganist Jörg Bücker

Kirchliche Leitung:Pastoralreferent Mathias Albracht

Hörertelefon:02923/508

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