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Kirche in WDR 2 | 22.06.2018 | 05:55 Uhr

Rettung auf dem Spielplatz

Auf dem Spielplatz nach einem langen Tag.

Mein Sohn hat sich gerade direkt nach dem Eincremen Ganzkörper im Sand gewendet. Jetzt sitzt er paniert wie ein Wiener Schnitzel auf dem Boden und will sich die schönen, roten Zieräpfel in den Mund stopfen. Meine Hände sind voll mit Sonnencreme, die Feuchttücher sind ganz unten im Rucksack und ich habe noch die gute Hose an.

„Warum zum Teufel pflanzt eigentlich irgendwer auf einem Spielplatz einen Zierapfelbaum?“, fluche ich vor mich hin und hebe mein Kind aus dem Zierapfelteppich in die Sandkiste zurück. Er brüllt.

Als ich mich wieder aufrichte, habe ich eine Packung Feuchttücher vor der Nase.

„Ach ja, meine Hände. Die sind ja immer noch cremeverschmiert“, denke ich. Und nehme eins.

Dann erst schaue ich weiter hoch und sehe direkt in ein lachendes, freundliches Gesicht.

Es ist Karin, meine Spielplatz Freundin.

„ Wenn man diese Feuchttücher einmal braucht, dann sind sie irgendwie immer weg, stimmt‘s?“

„Stimmt!“ sage ich und ich kann nicht anders als auf ihr Lachen mit einem Lachen zu antworten.

Wir setzen uns auf den Sandkastenrand und erzählen uns unsere schlimmsten Die-Feuchttücher-sind-weg-Momente. Sie hat auch ganz schön was zu bieten. Sie erzählt mir, wie sie einmal während einer Autofahrt im Rückspiegel beobachten konnte, wie ihre Tochter einen Kirschkern aus dem Mund gleiten ließ, der Kern über ihr gesamtes Kleid über den Autositz und dann direkt in die neue Handtasche gerollt ist.

Und plötzlich, ohne dass ich es gemerkt habe, ist aller Stress wie weggeblasen. Wir erzählen uns Geschichten. Zwischendrin werden wir von meinem Sohn mit Sandcappuccino versorgt und von Karins Tochter mit Kuchen.

Sie hat es geschafft: Karin. Sie hat mich aus meiner Alles-mies-Stimmung gezogen. Und das mühelos und wahrscheinlich nicht mal wirklich beabsichtigt.

Genau genommen hat sie mir ja nur ein Feuchttuch gegeben, aber die Art wie sie es gemacht hat, hat sich ein bisschen angefühlt wie eine Alltagsrettung. Sie hat ganz genau gesehen, was ich brauche. Und ich habe mich nicht mehr so alleine gefühlt mit meinen kleinen Alltagskatastrophen.

Was hat das mit Gott zu tun, fragen Sie sie?

Nun, ich glaube, dass Gottesrettung sich ähnlich anfühlen kann. Gott stoppt mein Alltagshamsterrad, stellt mich auf den Boden der Tatsachen und dann sehe ich den ganzen Alltagskram plötzlich in einem anderen Licht.

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Monotheismus!?

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