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Kirche in WDR 3 | 27.07.2017 | 07:50 Uhr

Steine

Ich liebe schöne Steine! Egal von welchem Urlaub ich zurückkomme – ich habe welche im Gepäck. Steine unterschiedlichster Art, Farbe, Form und Größe.

Besonders an den dänischen Stränden finde ich richtige Schätze. Ich suche den Sand ab, bin voll konzentriert und nehme immer wieder den ein oder anderen in die Hände. Da gibt es so Handschmeichler, die keine Ecken und Kanten haben, die liebe ich besonders. Weil die sich einfach gut anfühlen und ich die Natur dafür bewundere, dass sie so etwas perfekt Glattes erschaffen kann.

Die meisten Steine landen wieder im Wasser oder Sand. Einige aber nehme ich mit. Ich stopfe mein Taschen damit voll, so dass ich um viele Kilo schwerer bin.

Ich bin dann zwar gewichtsmäßig belastet und meine Spuren im Sand drücken sich sehr viel tiefer ein als normal, aber es fühlt sich nicht so an. Ich trage ja schließlich Schätze mit nach Hause. Das gibt Energie.

Das mit den Steinen, das passt auch zum Alltag. Denn da werden mir die „Steine“ oft zur Belastung. Ich meine die Steine, die mir in den Weg gelegt werden, über die ich stolpere, weil im Alltag oft nicht so achtsam und aufmerksam bin wie am Strand. Menschen die mich einengen, eine Arbeit, die keine Freude macht, sondern nur ermüdet. Und dann gibt es noch die Steine, die ich oder andere mir aufbürden und die einfach zu schwer sind - Erinnerungen die ich nicht loswerde, ein Zuviel an Arbeit oder Verantwortung.

Gott wünscht uns, dass uns die täglichen Steine nicht zur Last werden. Und wenn´s einmal schwer wird sagt er „kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe verschaffen. Ich trage die Steine eures Lebens mit.“ Und ich zeige euch die verborgenen Schätze darin. Die Anforderungen die uns weiter bringen, die Aufforderungen vielleicht mal Nein zu sagen oder etwas anders zu machen.

Um solche Stein zu erkennen und zu tragen brauche ich wohl die ruhige Stimmung des Urlaubs und die Kraft der Gelassenheit, die ich am Strand aufbringe.

Jetzt ist Sommer. Für viele ist Ferienzeit: Nehmen sie sich mal die Zeit all das zu betrachten was ihr Leben beschwert - und zwar mit den Augen der Schatz-Steinesucher. Sie werden merken: Was wir ansehen und in den Händen halten, können wir auch Händeln. Wir können Entscheidungen darüber treffen ob dies uns weiter beschweren darf oder nicht. Wir sind ja keine Lastesel, die ungefragt alles tragen, was man ihnen aufbürdet. Wir können sammeln oder wegwerfen. Wie am Strand. Wir müssen nicht alles annehmen. Und sollten wir doch kantige Steine haben, dann haben wir die Freiheit daraus den Eckstein für etwas Neues zu machen. Ihn einfach in unser Leben einbauen.

Da ist auch Platz für Kanten, Ecken und ungeliebte Steine. Die gehören einfach dazu. Aber sie müssen das Leben nicht schwer machen. Das jedenfalls habe ich von den Steinen am Strand gelernt. Es gibt einen Platz für jeden. Ich muss es nur in die Hand nehmen.

Aus Waldniel grüßt Sie Sr. Jordana Schmidt vom Bethanien-Kinderdorf.

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