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katholisch

Kirche in WDR 5 | 30.04.2018 | 06:55 Uhr

"Suche Frieden"

Hier in Münster startet nächste Woche der 101. Deutsche Katholikentag. Er ist das größte regelmäßige katholische Großereignis in Deutschland und zum vierten Mal in der Katholikentags-Geschichte ist das Bistum Münster Gastgeber. Und er findet statt in einem besonderen Gedenkjahr: 100 Jahre Ende des ersten Weltkrieges fallen in dieses Jahr ebenso wie 400 Jahre Ausbruch des 30-jährigen Krieges. Dessen Ende, im Jahr 1648, ist mit der Stadt Münster durch den Westfälischen Frieden besonders verbunden. Deshalb lautet das Motto des Katholikentags. „Suche Frieden“.

Dieses Leitwort drückt dem Katholikentag mit seinen mehr als 1200 Gottesdiensten, Diskussionen, Konzerten und Mitmachangeboten den Stempel auf. Das Wort ist dem biblischen Psalm 34 entnommen, der König David zugeschrieben wird. Der Psalm ist ein Danklied. Verfasst von einem, der seine Haut retten konnte in einer Lage konkreter Verfolgung. Kein Wunder, dass er Gott dankbar ist. Er hätte gern, dass alle Menschen so dankbar sein können. Daher mündet sein Dank in eine konkrete Betrachtung über das gelingende Leben eines jeden Menschen: „Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?“, fragt der Verfasser des Psalms. Seine Antwort fällt grundsätzlich aus: Der Mensch, der das Leben liebt, bewahrt seine Zunge vor Bösem und seine Lippen vor falscher Rede. Und dann folgt der Rat: „Meide das Böse, und tu das Gute. Suche Frieden, und jage ihm nach“.

Na, werden Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, vielleicht denken, das klingt doch eigentlich selbstverständlich. „Meide das Böse, tue das Gute, suche den Frieden“, diese Haltungen sind so wesentlich wie allgemein, so elementar wie einfach. Das ist doch keine speziell biblische, jüdische oder christliche Ethik. Schon gar keine Sondermoral für Eingeweihte. Aber – das wird in diesem doppelten Gedenkjahr an allen Ecken deutlich: Deswegen ist Friede noch lange nicht selbstverständlich – zu Zeiten des Psalmisten genauso wenig wie heute. Die Sehnsucht nach Frieden ist nicht nur so alt wie die Menschheit, sie wird auch ebenso lange währen. „Suche Frieden“ bleibt stets aktuell, zeitlos gültig und allgemein verpflichtend.

Darum ist auch ein Katholikentag nichts für Spezialisten. Alle sind herzlich eingeladen! Man muss nicht katholisch sein, um daran teilzunehmen, nicht fromm oder christlich, ja nicht mal religiös. Natürlich ist das nicht verkehrt! Aber hier kommen Menschen zusammen, die – um die Worte von Psalm 34 aufzugreifen – das Gute zu tun und das Böse zu meiden versuchen, die das Leben lieben, gute Tage zu sehen wünschen und den Frieden suchen. Das ist keine spezifisch religiöse Thematik. Da geht’s um ebenso grundsätzliche wie alltägliche Fragen: Wie gelingt Leben. Was braucht’s dazu? Was hält unsere Gesellschaft, unser Land oder Europa zusammen? Wie geht Frieden? Was fördert ihn? Was tragen Religionen dazu bei und was nicht? Wie finde ich persönlich Frieden?

Vielleicht haben Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ihn dabei ja schon gefunden – den Frieden. Sie sind doch Menschen, die das Leben lieben! Das unterstellt Ihnen zumindest Klaus Winterkamp aus Münster.

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