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Kirche in WDR 2 | 03.05.2018 | 05:55 Uhr

Tag der Pressefreiheit

Melodie: Die Gedanken sind frei...

...muss ich heute, am Internationalen Tag der Pressefreiheit, irgendwie immer pfeifen, und dabei schaue ich auf eine Weltkarte die bei uns an der Wand im Büroin Aachen hängt. Darauf sind die Länder in den Farben Rot, Schwarz, Gelb und Weiß dargestellt.

Die Farben geben den Stand der Pressefreiheit in den jeweiligen Ländern wieder. Schwarz bedeutet: sehr ernste Lage, rot: schwierige Lage bis weiß schließlich eine gute Lage umschreibt.

Deutschland ist übrigens weiß, nur elf weitere Länder in Europa sind das auch. – Und Europa verfärbt sich gerade weiter...nicht nur auf der Weltkarte von „Reporter ohne Grenzen“.

In Berichten über Ungarn, Polen, die Türkei und neuerdings auch Österreich kann man viel über politische Tendenzen lesen, die die Pressefreiheit dort einschränken.

In Ungarn wurde ein Mediengesetzt erlassen, das zur „Stärkung der nationalen Identität“ beitragen soll – erste Folgen waren die Verhaftung regierungskritischer Journalisten.

In Polen bestimmt die Regierung, welcher Leitungsposten im Rundfunk besetzt wird.

In Österreich macht der FPÖ-Vorsitzende mobil gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In der Türkei werden regierungskritische Zeitungen verboten oder gleich von regierungsnahen Verlegern aufgekauft und Journalisten ohne Anklage festgehalten.

Und hier in Deutschland? Hier kursieren neuerdings die Worte „Systemmedien“ und „Staatsfunk“, wenn es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht - eingebracht auch von der neuen Partei im Bundestag.

Das macht mich wütend und meine persönlichen Alarmglocken schrillen. Denn unser Rundfunk ist derzeit noch unabhängig wie selten, gerade weil er öffentlich-rechtlich finanziert ist.

Viel leiser und weiser, finde ich das, was schon im Buch der Sprichwörter steht, einem Buch der Bibel:

Öffne deinen Mund für den Stummen, / für das Recht aller Schwachen!

Das ist doch mal ein Auftrag für Journalisten. Das ist ein Lackmustest dafür, ob die Presse tatsächlich frei ist: Den Mund aufmachen für die Stummen und für das Recht der Schwachen.

Auf Medien aber, die einseitig nur die Interessen mächtiger Beeinflusser propagieren, auf die pfeife ich.

In diesem Sinne: Die Gedanken sind frei...

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