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Kirche in WDR 2 | 07.03.2018 | 05:55 Uhr

„Tatsächlich…Liebe“

Es gibt ja ne Menge Leute, die sagen: ich glaub nicht an Gott – ich brauch das alles nicht: Religion, Spiritualität usw. Dafür mag es viele Gründe geben. Gleichzeitig gibt es, so glaube ich, bei jedem Menschen eine Hoffnung auf mehr. Damit meine ich nicht unbedingt etwas Übersinnliches, sondern vielleicht eine Hoffnung auf erhabene oder besondere Ereignisse im Leben. Also auf Momente, die nicht vollständig mit der Vernunft zu greifen sind. Diese Momente, würde ich als Religiöser, durchaus als „heilige“ bezeichnen.

Und diese heiligen bzw. erhabenen Momente gibt es jeden Tag überall auf der Welt. Wenn es Ihnen richtig schlecht geht und Sie glauben, dass diese Welt nix für Sie zu bieten hat, dann machen Sie es, wie in dem Film „Tatsächlich…Liebe“. Fahren Sie an den nächsten Flughafen oder Bahnhof. Setzen Sie sich in die Ankunftshalle und beobachten, wie Menschen von anderen Menschen abgeholt werden. Wie Sie sich in die Arme fallen. Wie sie sich küssen, umarmen und sich freuen, wieder beieinander zu sein.

Oder gehen Sie in die Entbindungsstation eines Krankenhauses und sehen sie sich an, wie frischgebackene Eltern und Großeltern die neuen Babys begrüßen. Sie werden da in der Regel Menschen sehen, die nicht top gekleidet und frisiert sind und doch ist es kaum möglich einem feierlicheren Moment beizuwohnen.

Auch bei Beerdigungen werden Sie reichlich heilige Momente finden. Selbst wenn der Gedanke vor Tod und Trauer Angst macht, zeigen doch die Tränen der Hinterbliebenen, wie großartig es war, dass der verstorbene Mensch gelebt hat und was für ein großartiges Geschenk er war.

Natürlich gibt es Menschen, die völlig allein beerdigt werden und es gibt Leute, die nie jemand vom Bahnhof abholt und es gibt furchtbarerweise auch Babys, die nicht geliebt werden. Die Anderen, also diejenigen die geliebt werden, gibt es aber eben auch und ich möchte glauben, dass die wesentlich mehr sind. Die Liebe ist wirklich überall zu finden, wenn wir die Augen aufmachen. Ich glaube, es ist wichtig die Liebe wahrzunehmen auch wenn sie vielleicht nicht uns selber gilt und wir nur Zuschauer sind. Das „heilige“ an diesen Momenten, das kann trotzdem jeder sehen, der nicht ganz blind ist für dieses Geheimnis namens „Liebe“. Und ich bin mir sicher: Wenn wir die Liebe an uns ranlassen, dann wird es auch leichter unser eigenes Stück vom Glück zu finden.

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