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Kirche in WDR 2 | 03.08.2017 | 05:55 Uhr

Unendlichkeit

Musik:

Cro, Unendlichkeit (Album: fake you, Track 8)

Autor: Es ist früh am Morgen und ich fühle mich alt. Dabei hab ich noch gar nicht versucht aufzustehen. Geschweige denn in den Spiegel geschaut. Mein Radiowecker hat geschafft, dass ich mich alt fühle.

Musik: Scheiß auf Money, scheiß auf Bitches und Karrierescheiß. Ich wurde nicht weil ich gut ficke bei den Apes gesignt. Scheiß auf Platin und das Business, denn es geht vorbei. Keine Zeit, das hier ist mein Ticket in die Ewigkeit.

Autor: Cro nimmt das in den Mund, was ich mir nur mit Papier abwische. Und natürlich nicht nur er. Was Piercings, Tattoos und provokative T-Shirts schon lange nicht mehr schaffen, das macht bei mir die Sprache. Ich schüttel den Kopf und frage mich: Muss das wirklich sein? Oder bin ich einfach nur zu alt? Zu spießig?

Musik: Das Leben macht Spaß, ja, du bist 'n Star, yeah. Isst vom goldenen Löffel und fickst schöne Frau’n.

Autor: Ich frage mich, wie der Song wohl ohne die krasse Sprache klänge. Ungefähr so: „Ich brauch kein Geld. Keine Flittchen. Und keine Karriere. Das Leben macht Spaß, du isst vom goldenen Löffel und liebst schöne Frauen.“ Klingt verdammt nach Schlager. „Ich brauche keine Millionen. Mir fehlt kein Pfennig zum Glück.“ Beim Nachdenken merke ich, wieviel Weisheit in der schnoddrigen Sprache versteckt ist.

Musik : Doch wozu Girls, Cash, pretty things, 'n wunderschönen Benz in weiß? Und all der ganze fancy Scheiß? Du stehst vor hunderttausend Fans und weißt: Irgendwann ist der Moment vorbei. Und ich wollt’ eigentlich Unendlichkeit.

Autor: Der Rapper mit der Pandamaske ist seit über 10 Jahren im Geschäft. Jetzt hat er über das Gehabe der Gangstarapper einen nachdenklichen Song gemacht. Wozu das ganze Getue mit Models, großen Scheinen und protzigen Autos? Das alles taugt nur für den Moment. Und ich wollt’ eigentlich Unendlichkeit!

Musik: Und wenn es gut läuft, hab' ich siebzig Jahre Lebenszeit. Um zu verhindern, dass die Seele kilometerweit schwerelos ins Leere treibt, bitte Gott, steh mir bei, dass am Ende dieses Lebens mehr als 'ne Trophäe bleibt!

Autor: Unter der Maske zeigt sich ganz viel Nachdenklichkeit. In der Sprache der Bibel klingt das so: Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. Gott, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. [Psalm 90,10.12]

Das Uralte klingt bei Cro komplett neu. Ganz nah dran an der Unendlichkeit.

Musik : Das Leben ist nicht lang, es ist irgendwann vorbei. Und deshalb streb' ich jeden Tag nach Unendlichkeit. Ho.

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