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katholisch

Kirche in 1Live | 22.02.2016 | Floatend

"Verwartet"

„Ich habe mein Leben verwartet!“. Was für ein krasser Satz! Das hab ich neulich irgendwo gelesen und seitdem denk ich ständig drüber nach. Ich frag mich, was ich in meinem Leben genau „verwarte“ – wo ich vielleicht ne richtig große Chance verpasse. Oder wo ich vielleicht auch gar nicht merke, dass ich grade im Wartemodus bin. „verwartet“- was für ein krasses Wort! Das klingt nach „versagen“, „vergeigen“, „verschwendet“.

Boah, wir müssen im Leben ganz schön viel warten: Am Computer warten wir Deutschen allein bis zu 156 Stunden im Jahr. Umgerechnet sind das 6,5 Tage. Im Stau dagegen steht jeder Deutsche durchschnittlich nur 38 Stunden – immerhin. Die Infos findet man im Netz. Und dass sich die Deutschen das so genau berechnen, ist wohl typisch deutsch. Ich denke auch, so ein Wort wie „verwartet“, das gäbe es in keiner anderen Sprache.

Ich denke aber: Wie erfüllt tatsächlich ein Leben ist, das kann man nicht an der Wartezeit ausrechnen. In Afrika gibt’s n Sprichwort: „Als Gott die Welt erschuf, gab er den Afrikanern die Zeit und den Europäern eine Uhr.“ Nur wer beim Warten ständig auf die Uhr schaut, verschenkt seine Zeit. Wer das nicht macht, kann vielleicht entdecken, was in so einer Wartezeit alles Spannendes noch passieren kann…

Rike Bartmann, Münster

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