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katholisch

Kirche in WDR 5 | 11.07.2018 | 06:55 Uhr

Vom Zutrauen

Guten Morgen!

Neulich las ich, dass ein Junge sich und seinen neugeborenen Bruder aus einer brennenden Wohnung gerettet hat. Er hat das Baby genommen und ist mit ihm über den Fenstersims balanciert. Dann ist er auf das Dach des Nachbarhauses geklettert und hat sich und das Baby durch ein offenes Fenster in Sicherheit gebracht. Noch ehe die Feuerwehr und die Polizei eintrafen.

Jeder, der anschließend davon gehört hatte, wunderte sich.

Wie war diese Flucht möglich gewesen?

Woher hatte der Junge Mut und Kraft für sein Handeln erhalten?

Eine Antwort könnte darin liegen, dass niemand zu dem Kind gesagt hat:

Das schaffst du nicht!

Jesus war ein Mensch, der anderen Menschen viel zugetraut hat. Manchmal sogar viel mehr, als sie sich selber zutrauten. Steh auf, nimm deine Bahre und geh!,

sagt er zu einem Mann, der seit 38 Jahren krank war. Der im Jammern über seine Befindlichkeit steckengeblieben war. Der Hilfe nur von außen sucht und alles Selbstvertrauen verloren hatte. Steh auf, nimm deine Bahre und geh!, sagt Jesus zu diesem Mann. Eine klare Ansage. Jesus appelliert an die Lebenskraft, die in dem Kranken steckte. An seinen Lebenswillen, auch, wenn der nicht mehr groß ist. Mit Entschiedenheit traut Jesus dem Kranken zu, sich auf die eigenen Beine zu stellen und seinen Weg auf sich zu nehmen. Dabei war der Mann jahrelang gelähmt gewesen.

Es ging Jesus in der Begegnung mit anderen Menschen nicht darum, als machtvoller Wunderheiler dazustehen. Ja, oftmals verbot er Kranken, die er heilte, über ihre Genesung in der Öffentlichkeit zu reden.

Es ging Jesus um eine tiefere Botschaft. Er selbst lebte in enger Beziehung zu Gott. Jesus zog sich an ruhige Orte zurück, um zu beten.

Das war ihm wichtig. Das klärte für ihn seinen Lebenssinn, gab ihm Halt und Kraft.

Genauso wollte der Gottessohn den Menschen vor allem eins mitgeben: selbst in eine persönliche Beziehung zu Gott zu finden. Dafür wollte er ihre Augen, Ohren, ja, den gesamten Leib öffnen.

Dabei brauchte sich niemand für seine Schwächen, seine Vergangenheit oder Defizite zu schämen. Jesus nahm jeden Menschen genauso an, wie er war. Aber er spürte, ob ein Mensch unter seinen Möglichkeiten lebte. Und wenn, dann forderte er diesen Menschen heraus, sich zu wandeln. Traute ihm Heilung und persönliche Verbindung zu Gott zu. Traute ihm zu: Du schaffst das!

Lebendiger Gott,

Deine vitale Kraft wirkt auch heute in der Welt.

Du bietest uns Deine innere Heilung und Stärkung an.

Du öffnest weit unsere Lebenstüren auf Dich hin.

Jeden Tag neu.

Aus Coesfeld grüßt Sie Petra Fietzek

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