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Kirche in WDR 2 | 17.05.2018 | 05:55 Uhr

Wartezimmer

Wartezimmer

Letztens war ich mal wieder beim Arzt und saß eine gute Stunde im Wartezimmer.

Ehrlich gesagt: Auch die Wartezimmer von wirklich guten Ärzten sind nicht in jedem Fall Orte der Zuversicht. Die meisten Menschen, die dort sitzen, sind nämlich mindestens verschnupft oder ihnen tut es irgendwo weh.

Manche glauben auch nur, dass es um sie nicht gut steht und kommen zum Leidwesen des Arztes regelmäßig.

Aber auch die Anwesenheit von Hypochondern steigert nicht wirklich die eigene Lebensqualität.

Da nutzen gewisse goldene und bunte Illustrierte die zur allgemeinen Zerstreuung in fast allen Wartezimmern ausliegen gar nichts, auch wenn man daraus erfährt, dass es auch Prince Charles und Roland Kaiser nicht wirklich leicht gehabt haben in ihrem Leben.

Wenn man erstmal über eine Stunde gewartet hat und auf ständig wechselnde Zeitgenossen trifft, dann wird die Laune dadurch nicht wirklich besser.

Nicht, dass sich sie jetzt davon abhalten will zum Arzt zu gehen, das ist sicher gut und notwendig.

Aber noch viel besser als ein Wartezimmer ist – so finde ich – in jedem Fall jede Kirche.

Dabei muss es gar nicht l der Dom in Paderborn oder so ein Touristenhighlight wie der Kölner Dom sein, nein – es reicht die Kirche nebenan.

Am besten ganz ohne jeden Gottesdienst und irgendwann mitten in der Woche.

Dank hunderter Ehrenamtlicher sind viele Kirchen nämlich im ganzen Land offen für Besucher.

In den meisten Kirchen fühle ich mich wohl.

Im Gegensatz zum Wartezimmer kommt man nie dran, weil man die ganze Zeit dran ist.

Die Aufenthaltsdauer wird nur von einem selbst bestimmt und zum Schluss bekommt man weder Ratschläge, Rezepte noch Überweisungen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen: Es könnte sein, das der Besuch einer Kirche sogar ansteckt.

Ein Kirchenraum wirkt bei mir wie autogenes Training gegen Bluthochdruck und funktioniert ganz ohne Tabletten.

Je länger ich in einer Kirche verweile, und nur mit meinem Glauben und natürlich all meinen Zweifeln ganz alleine bin, desto ruhiger werde ich.

Und vielleicht gehe ich dann doch irgendwann raus aus der Kirche und habe mein ganz persönliches Rezept gefunden. Möglicherweise sogar meine ganz persönliche Überweisung… dann weiß ich was als Nächstes für mich dran ist. Der nächsten Bitte ! oh, ich glaub ich bin jetzt dran.

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