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Kirche in WDR 2 | 13.07.2017 | 05:55 Uhr

Wunderfinder

Bist du ein Wunderkind – Oder vor Wunder blind? Sag mir ob du verstehst, das wir ein Wunder sind…

Diese Welt wird für Wunder immer blinder – Wenn du sie sehen kannst, bist du ein Wunderfinder…

Wenn ich so schön singen könnte, wie Alexa Feser, dann hätte ich Ihnen diese Zeilen heute Morgen sogar vorgesungen.

Es ist der Refrain ihres Liedes „Wunderfinder“ – und als ich es vor ein paar Tagen zum ersten Mal hörte, habe ich mich ertappt gefühlt.

Bist du vor Wunder blind? Fragt sie. Und ich muss sagen: Ja, manchmal schon. Da habe ich das Gefühl, es tut sich nichts. Nicht genug. Ein echtes Wunder, das wäre doch, wenn wirklich alle Menschen wirklich in Frieden leben könnten. Und wie weit sind wir davon entfernt.

Es fällt mir nicht immer leicht, an Wunder zu glauben. Aber Alexa Feser stellt die Frage ja noch anders – sie fragt: Bist du vor Wunder blind? So im Sinne von: Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Und auch da fühl ich mich erkannt. Vor kurzem war ich nämlich mal wieder im Heiligen Land unterwegs – in Jerusalem, Bethlehem, Nazareth. Und in diesen zwei Wochen hatte ich ein Wort überdurchschnittlich oft im Mund: Wunderbar! Das Land und vor allem die Leute! Mir sind nämlich ganz wunderbare Menschen begegnet. Das sagen wir ja gerne und oft – dass jemand oder etwas wunderbar ist. Oder auch wunderlich. Was, wenn man das mal wörtlich nimmt?

Eine der wunderbaren Begegnungen auf meiner Reise war mit Schwester Klara in Nazareth. Die Ordensschwester lebt seit fast 60 Jahren im Heiligen Land. Hat schon ein Krankenhaus, ein Pflegeheim und eine Schule aufgebaut und geleitet. Bis heute unter echt schweren Bedingungen. Viele Rückschläge muss sie einstecken. Jedes Jahr aufs Neue darum kämpfen, ihre Projekte erhalten zu können. Muss versuchen, immer wieder neue Geldquellen aufzutreiben, damit jedes der über 1300 Kinder ihrer Schule eine Chance hat auf wirklich gute Bildung.

Sr. Klara sagt: „Wir kämpfen hier um jedes einzelne Kind. Und dabei darf man die Hoffnung einfach nicht verlieren. Und die Freude nicht!“ Das sagt sie mit strahlenden Augen. Keine Spur von Verbitterung. Sondern echte Hoffnung. Trotz allem, was ihr das Leben schwer macht, ist sie eine, die sich freuen kann über jedes Kind, das den Abschluss schafft. Sr. Klara bleibt dran, obwohl die Zustände alles andere als perfekt sind. Eine hoffnungslos Hoffende. Wenn das kein Wunder auf zwei Beinen ist!

Mit dem Lied von Alexa Feser im Ohr und der Erinnerung an Schwester Klara im Kopf fühle ich mich gerade wie eine Wunderfinderin. Und glauben sie mir: das fühlt sich echt gut an. Ich werde weiter suchen - und finden. Bestimmt.

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