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Kirche in WDR 2 | 14.07.2017 | 05:55 Uhr

Zehn Regeln für Demokratie-Retter

Vor einigen Wochen habe ich ein Buch von Jürgen Wiebicke vorgestellt; „Zu Fuß durch ein nervöses Land“. Einen Monat wanderte er durch Nordrein-Westfalen, um herauszubekommen, was den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärkt.

Sie kennen Jürgen Wiebicke vielleicht als Radio-Philosophen bei WDR5. Ich mag den Mann. Der schaut genau hin, was sich tut in diesem Land. Und er kann messerscharf beobachten. Das beweist er auch in seinem neuen Buch.

Darin legt er "Zehn Regeln für Demokratie-Retter" vor, so der Titel des Büchleins von 112 Seiten. Wiebeckes Verlag bewirbt es als „Buch gegen die politische Ratlosigkeit." Recht hat der Verlag.

Denn Wiebicke wir hier ganz praktisch. Er sieht die liberale Demokratie gefährdet. Viele schauen nur zu und engagieren sich nirgends. Andere sind in der "Fatalismus-Falle" gefangen und denken, die Welt sei eh nicht zu verändern. Wieder andere fühlen sich als Rädchen im Getriebe, im Hamsterrad, ohne dafür Anerkennung zu finden. Fehlende Selbstwirksamkeit nennt Wiebicke dieses Gefühl, keine Resonanz zu finden. Er sieht „rasende Beschleunigung und fehlende Zeit zum Nachdenken" (Seite 13).

Sein Appell: "Also weg mit der Idee vom großen Wurf! Die Dinge einfach denken." Für Wiebicke ist Demokratie nicht eine Regierungsart, sondern eine Lebensform.

Zehn knackige Regeln bietet das Büchlein, auf einer Pappkarte in Postkartengröße noch einmal eingelegt ins Buch.

Die erste Regel ist die kürzeste: Liebe Deine Stadt. Ein gutes Leben braucht Flügel und Wurzeln. Die Wurzeln sind in Deiner Stadt zu Hause. Wiebicke geht es nicht nur um Gemeinschaft, in der Stadt ist auch der Ort, wo die Demokratie den Dissens organisiert! Ein gleichgültiges Nebeneinander fördert Parallelgesellschaften. "Mache Dir die Welt zum Dorf" ist eine andere Regel. Die kleinen sozialen Einheiten, die Wohnviertel, die Veedel, wie es bei uns in Köln heißt, sind die geeigneten Orte der Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

Der Schriftsteller Peter Handke hat es so ausgedrückt: "Ohne Ort kein Glück, ohne Ortsgefühl kein Nachhalt."

Jürgen Wiebicke vermittelt Demokratiegefühl. Mich hat das so berührt, dass ich das Büchlein schon über zweihundertmal verschenkt habe. Zum Glück ist es ja wirklich günstig. Also herzlich empfohlen!

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