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Hörmal | 07.12.2014 | 07:45 Uhr

2. Advent

O-Ton (Kinderstimme): Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, …

Autor: Genau! Da sind wir jetzt. Heute ist 2. Advent. Und ich frage mich: Warum zünden wir Menschen eigentlich Kerzen an? Weil es dunkel ist, könnte man ganz pragmatisch sagen. Klar, das stimmt. Und das galt umso mehr in den Jahrhunderten vor uns. Kerzen waren, wenn die Sonne untergegangen war oder noch nicht aufgegangen, die einzige Lichtquelle der Menschen. Irgendwie ist das kaum mehr vorstellbar in unserer heute so vollelektrifizierten Welt. Gerade jetzt in der Adventszeit verbrauchen wir den meisten Strom. Unsere Städte sind geradezu erleuchtet. Und wenn ich den Weihnachtsmarkt in meiner Stadt sehe, finde ich den fast schon überleuchtet. So viel Licht, wie möglich scheint das Motto, als ob es darum ginge, dunkle, böse Geister abzuwehren.

Warum zünde ich Kerzen an? frage ich mich. „Kerzenschein ist Herzensschein“ sagt eine alte Redewendung. Das klingt ein wenig rührselig. Trifft es für mich aber ganz schön. „Herzensschein“ steht für die Stimmung, die Kerzen in unsere Küchen, in unsere Wohnzimmer bringen. Ich liebe diesen Schein. Er vermittelt meiner Seele eine innere Ruhe.

In der Kirche haben Kerzen immer schon ihren festen Ort: Dankbar für jedes Kind zünden wir eine Taufkerze an. Diese katholische Tradition ist längst auch in evangelischen Kirchen eingezogen und das finde ich gut. Kerzen brennen als stiller Gruß zum Abschied am Sarg. Kerzen haben etwas Tröstliches. So wie ein Zeichen für ewiges Leben.

Jeden Sonntag brennen in allen Kirchen Kerzen zum Gottesdienst auf dem Altar. Und in meiner Kirche wie in anderen auch sogar werktags auf einem Ständer am Eingang. Denn wir öffnen unsere Kirche auch unter der Woche. Besucher nutzen dieses Angebot und zünden dann gerne ein Teelicht an. Ich sehe die Lichter in der stillen Kirche brennen und denke: Jede Kerze kann eine Geschichte erzählen: von Hoffnung, von Angst, vielleicht von Leid oder von Dankbarkeit.

O-Ton (Kinderstimme): Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …

Autor: Jetzt im Advent schwingt das alles mit. Die Adventskerze erinnert an Jesus Christus. Der hat nämlich von sich gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Ein zentraler Vers aus dem Johannes-Evangelium (Kap. 8, Vers 12). Er ist so etwas wie die Zusammenfassung des Lebens von Jesus. Sozusagen das ganze Leben in einem Satz. Es ist die Geschichte Gottes mit uns Menschen. Und diese Geschichte beginnt jetzt, mit dem Einstimmen auf Weihnachten: Gott wurde Mensch, das ist die Botschaft, auch damit wir menschlicher leben. Dass wir uns nicht treiben lassen von Hass und Neid. Dass wir uns nicht kaputt machen durch die Arbeit oder gnadenlose Erwartungen an uns selbst oder andere.

Mit jeder Kerze mehr, die nun auf dem Adventskranz leuchtet, wird es heller und mir auch hoffentlich diese Botschaft klarer. Darum feiere ich Advent.

O-Ton (Kinderstimme): Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Dann steht das Christkind vor der Tür.

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